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Deutsche Bahn kalkuliert mit Gewinnverdoppelung bei Ariva

Dieser Inhalt wurde am 14. Mai 2010 - 10:30 publiziert

HAMBURG (awp international) - Die Deutsche Bahn (DB) stützt sich bei der geplanten Milliardenübernahme des britischen Wettbewerbers Arriva einem Pressebericht zufolge auf äusserst optimistische Annahmen. Der Geschäftsplan, den die Bahn für Arriva entwickelt hat, basiere auf der Prämisse, dass der operative Gewinn (EBIT) in den nächsten fünf Jahren doppelt so stark wächst wie in den vergangenen fünf Jahren, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Freitag) mit Verweis auf Unterlagen des Vorstands an den Aufsichtsrat. Diese Unterlagen seien der Zeitung bekannt.
Danach erwartet die Bahn-Spitze für Arriva von 2010 bis 2014 bei einer Umsatzsteigerung um 15,5 Prozent eine überproportionale EBIT-Zunahme von 156 auf 248 Millionen Pfund (290 Mio. Euro). Das entspricht einem Wachstum um 59 Prozent. In den fünf Jahren seit 2005 ist der operative Gewinn dagegen nur um 30 Prozent gestiegen ? bei einem Umsatzplus von 93 Prozent. Diese Annahmen, die Grundlage für den Kaufpreis von 2,7 Milliarden Euro sind, wurden den Unterlagen zufolge zudem nicht durch eine eingehende Unternehmensprüfung (Due Diligence) abgesichert, schreibt die Zeitung./nmu/tw

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