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FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Bank sammelt bei ihrer Kapitalerhöhung mehr Geld ein als angekündigt. Statt der in Aussicht gestellten 9,8 Milliarden fliessen dem grössten deutschen Kreditinstitut nun 10,2 Milliarden Euro zu. Für die Übernahme der Postbank muss die Deutsche Bank zudem an die obere Grenze der bisher genannten Preisspanne gehen, wie sie am Dienstag mitteilte. Aktien der beiden Dax-Konzerne reagierten mit Kursgewinnen auf die Nachrichten. Kurz nach Handelsbeginn notierte die Deutsche-Bank-Aktie mit 0,13 Prozent im Plus bei 46,940 Euro. Die Postbank-Aktie legte um 0,72 Prozent auf 25,090 Euro zu.
Bereits am Montagabend hatte die Deutsche Bank den Preis je Aktie für die Kapitalerhöhung auf 33 Euro festgelegt. Mit mehr als 10 Milliarden Euro ist dies die grösste Massnahme dieser Art in der Geschichte des Instituts. Damit wollen die Frankfurter die Übernahme der Postbank , an der sie derzeit knapp 30 Prozent halten, finanzieren und sich zudem für die neuen Regeln für die Bankbranche ("Basel III") rüsten.
25 EURO JE POSTBANK-AKTIE
Mit knapp acht Milliarden Euro verschlingt die geplante Mehrheitsübernahme der Postbank den Löwenanteil der Kapitalerhöhung. Je Postbank-Aktie bietet die Deutsche Bank nun 25 Euro. Dies entspricht dem von der Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin ermittelten durchschnittlichen inländischen Börsenkurs während der letzten drei Monate vor Ankündigung der Offerte.
Am Sonntag vor einer Woche hatte die Deutsche Bank eine Preisspanne von 24 bis 25 Euro genannt. Dies ist deutlich weniger, als die Deutsche Bank der früheren Postbank-Mutter, der Deutschen Post , bisher bezahlt hat und im Rahmen weiterer Vereinbarungen zahlen müsste.
PRIVATKUNDENGESCHÄFT STÄRKEN
Die grösste deutsche Bank hatte sich im Spätsommer 2008 - kurz vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers - mit der Post auf den Kauf der Postbank verständigt. Wegen der Finanzkrise wurde die Transaktion teilweise neu aufgerollt. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann will das Privatkundengeschäft stärken und hatte in dem Bereich bereits öfter zugekauft. In den vergangenen Jahren hatte sie bereits die Berliner Bank (2006), Norisbank (2006) und Sal. Oppenheim (2009) erworben.
Die 308,6 Millionen neuen Anteile an der Deutschen Bank werden zuerst den bisherigen Anteilseignern angeboten. Die komplette Emission ist zudem von Investmentbanken abgesichert, so dass die Deutsche Bank fest mit dem Geld planen kann. Die bisherigen Aktionäre bekommen pro zwei gehaltenen Aktien eine neue dazu. Falls sie diese nicht beziehen wollen, können sie das Recht dazu an der Börse verkaufen. Diese sogenannten Bezugsrechte werden vom 22. September bis 1. Oktober an der Börse gehandelt.
KAPITALERHÖHUNG KAM BISHER GUT AM MARKT AN
Am 6. Oktober sollen dann die neuen Aktien, die rückwirkend zum Beginn dieses Jahres voll gewinnberechtigt sind, an den Börsen in Deutschland gehandelt werden. Am Aktienmarkt kamen die Kapitalerhöhung und die angekündigte Offerte für die Postbank bislang insgesamt gut an. Die Deutsche-Bank-Aktie verlor seit der Ankündigung der Schritte trotz des immensen Volumens der Transaktion kaum an Wert. Experten lobten den Schritt der Deutschen Bank, da sie damit als eine der ersten Grossbanken Europas den Schritt an den Kapitalmarkt gewagt hatte.
Experten rechnen aufgrund der ebenfalls vor einer Woche bekanntgewordenen neuen Kapitalvorschriften für Banken mit einer Welle von Kapitalerhöhungen in den kommenden Monaten und Jahren. Ackermann hatte dagegen vor einer Woche betont, dass sein Haus wegen "Basel III" nicht noch einmal an den Kapitalmarkt müsse und die neuen Vorschriften bereits Ende 2013 erfüllen werde./stw/zb/fn/wiz

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