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(Ergänzt um Reaktionen von Julius Bär, Vontobel und LGT im Abschnitt zwei, drei und vier)
FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Bank hat einigen Interessenten an der zum Verkauf stehenden BHF Bank die Bücher geöffnet. Neben der in Finanzkreisen als Favorit geltenden Liechtensteiner LGT Bank ist gemäss Dow Jones auch der Finanzinvestor Permira interessiert. Beide haben in der ersten Runde unverbindliche Angebote abgeben. Finanzkreisen zufolge sind aber auch die UBS und Julius Bär mögliche Käufer und auch die Bank Vontobel darf den Kreisen gemäss die Bücher prüfen.
Die von Kreisen genannten möglichen Schweizer Kauf-Interessenten der BHF Bank halten sich unterdessen bedeckt. Vontobel-Mediensprecher Reto Guidicetti wollte ein mögliches Interesse der Bank an BHF nicht kommentieren. Bei Konsolidierungen würde es aber immer Chancen geben. Auch von Seiten der UBS gab es keinen Kommentar.
Bedeckt hält sich auch Julius Bär. Allerdings ist bekannt, dass die Bank Interesse am deutschen Wealth-Management-Markt hat. Die BHF ist aber eine Universalbank und kein reiner Vermögensverwalter. Zu den aktuellen Marktgerüchten wollte sich ein Mediensprecher des Instituts nicht äussern.
Selbst beim Favoriten und von der BHF als Wunschkandidaten gehandelten LGT Bank hiess es "no comment" auf Anfrage von AWP.
Wie Dow Jones Newswires am Donnerstag von zwei mit der Sache vertrauten Personen erfuhr, hat das Frankfurter Institut die Datenräume für diejenigen Bieter zur Due Diligence geöffnet, die in der ersten Bieterrunde ein nachhaltiges Konzept zur Fortführung der BHF Bank vorgelegt haben.
Nach der Buchprüfung sollen im Oktober verbindliche Angebote vorgelegt werden. Bis zum Jahresende will der DAX-Konzern die BHF Bank verkauft haben, die er Anfang des Jahres zusammen mit der Privatbank Sal. Oppenheim übernommen hatte. Zur Zahl der bisherigen Bieter ist bislang nichts zu erfahren.
Interesse wird auch dem Finanzinvestor RHJI nachgesagt. Unter der Führung des ehemaligen Dresdner-Bank-Vorstandes Leonhard Fischer hat RHJI von der Commerzbank den britischen Vermögensverwalter Kleinwort Benson übernommen. Zudem hält der Finanzinvestor eine 27,8-prozentige Beteiligung an der Berliner Quirin Bank. Aus dem Rennen um die BHF Bank ausgeschieden ist dem Vernehmen nach die französische Grossbank BNP Paribas. Sie soll Zweifel an der Profitabilität der Bank gehabt haben.
Ein "nachhaltiges Konzept" des Käufers für die BHF Bank mit ihren rund 2'000 Mitarbeitern soll nach dem Willen der Deutschen Bank sicher stellen, dass das Kreditinstitut nach dem Verkauf nicht umgehend zerschlagen wird. Denn die Käufer haben vornehmlich Interesse an den vermögenden Privatkunden der Bank und weniger an ihrem schwankungsanfälligen und kapitalintensiven Kapitalmarktgeschäft.
BHF-Vorstandssprecher Björn Robens machte am Mittwoch in der "Börsen-Zeitung" noch einmal klar, dass ein Finanzinvestor "eher begrenzt zur BHF-Bank" passen würde. "Wir sind an einem langfristig orientierten Investor interessiert", so Robens.
Beim Verkaufspreis peilt die Deutsche Bank nach Angaben informierter Kreise als Untergrenze den Buchwert der BHF Bank an. Mehrere Beobachter taxieren ihn auf rund 600 Mio EUR. Angesichts der strategischen Aufstellung und der technischen Ausstattung sei eine solche Summe zu hoch, monierte allerdings eine weitere mit dem Verkauf vertraute Person.
DJG/eyh/rio/kla/are

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