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FRANKFURT (awp international) - Die Aktionäre der Deutschen Börse können ab dem heutigen Mittwoch über den geplanten Zusammenschluss mit der traditionsreichen Wall-Street-Börse NYSE Euronext abstimmen. Die Finanzaufsicht Bafin hat die Fusionsunterlagen geprüft und wie erwartet genehmigt. Bis zum 13. Juli haben die Aktionäre nun Zeit, sich zu entscheiden, wie die Deutsche Börse am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.
Insgesamt 75 Prozent der Anteilseigner müssen zustimmen, damit die Fusion seitens der Deutschen Börse möglich wird. Fast zwei Drittel der Investoren stammen aus Grossbritannien und den USA. Am 7. Juli auf einer eigens für dieses Thema anberaumten ausserordentlichen Hauptversammlung ist es dann an den Aktionären der NYSE Euronext, für oder gegen eine Fusion zu votieren. Damit sie zustande kommen kann, reicht hier jedoch eine einfache mehrheitliche Zustimmung. Erst wenn auf beiden Seiten die Zustimmung erfolgt ist, kann seitens der EU die Fusion auf Wettbewerbsverzerrungen hin geprüft werden. In den USA hingegen sind auch Vorabprüfungen möglich.
An der neuen Megabörse, so lauten die bereits bekannten Konditionen, sollen die Aktionäre der Deutschen Börse 60 Prozent erhalten, da der Börsenwert des Frankfurter Konzerns höher ist als der der NYSE. Den Chefposten erhält NYSE-Chef Duncan Niederauer. Dennoch sind einige Aktionäre der New Yorker Börse besorgt über den Mehrheitsanteil des deutschen Konzerns, was die beiden US-Börsen Nasdaq OMX und IntercontinentalExchange (ICE) versuchen, zu ihren Gunsten zu nutzen. Sie haben Anfang April einen Vorstoss gewagt und erwägen nun ein feindliches Übernahmeangebot, da das Management der traditionsreichen NYSE bislang nicht zu Gesprächen mit den beiden Börsen bereit war. Stattdessen wurden Vorstand und Verwaltungsrat nicht müde, die Vorteile eines Zusammenschlusses mit der Deutschen Börse zu betonen.
Das Angebot von Nasdaq/ICE liegt je NYSE-Aktie bei 14,24 Dollar in bar und 0,4069 Nasdaq-Aktien sowie 0,1436 Aktien der ICE. Zudem versprechen sie höhere Synergien als die Frankfurter. Insgesamt, so hatten beide gesagt, liege ihre Offerte um rund 20 Prozent über dem Fusionsangebot der Deutschen Börse.
Allerdings ist dieser Vorsprung im Laufe der vergangenen Wochen immer geringer geworden. Analyst Christian Muschick von der Investmentbank Silvia Quandt erklärte: "Das Wechselkursverhältnis und die Aktienkursentwicklungen aller Beteiligten haben sich deutlich zugunsten der Deutschen Börse verändert." Inzwischen liegt das Gebot laut mehreren Analysten nurmehr um etwa rund zehn Prozent darüber. Aber, so sagte etwa Analyst Roland Pfänder: "Der Preis allein dürfte nicht entscheidend sein." Für die Investoren, die oftmals auch Marktteilnehmer sind, zählten auch Faktoren struktureller Art und hier lägen die Vorteile auf Seiten der Deutschen Börse./ck/tw

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