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FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse ist überraschend stark in das laufende Jahr gestartet. Gestiegene Handelsaktivitäten, erholte Märkte sowie erfolgreich umgesetzte Kosteneinsparungen bescherten dem Frankfurter Marktbetreiber den besten Jahresauftakt seit 2008. Dies veranlasste den Konzern, der sich mit der traditionsreichen New Yorker Börse NYSE Euronext zusammenschliessen möchte dazu, seine Kostenprognose für das Gesamtjahr zu senken. Zudem sollen nun angestrebte Kosteneinsparungen von 150 Millionen Euro jährlich bereits 2012 erstmals erreicht werden und damit ein Jahr früher als ursprünglich geplant, wie die Deutsche Börse am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.
"Wir haben seit der Ankündigung unseres Programms zur Steigerung der Effizienz im ersten Quartal 2010 schneller Fortschritte erzielt als erwartet, unter anderem durch ein sehr gut angenommenes Freiwilligenprogramm", sagte Finanzchef Gregor Pottmeyer laut Pressemitteilung. Das im März vergangenen Jahres bekanntgegebene Effizienzprogramm hatte unter anderem Stellenverlagerungen nach Prag beinhaltet sowie einen rund zehnprozentigen Stellenabbau auf Managementebene.
OPERATIVE KOSTEN NUN BEI 890 MIO EURO ERWARTET
Nach gestiegenen Umsätzen, einem sehr starken operativen Ergebnis und zugleich überraschend deutlich gesunkenen Kosten im ersten Quartal kündigte der Marktbetreiber an, dass die operativen Kosten im laufenden Jahr bei 890 Millionen Euro liegen dürften. Das sind 35 Millionen Euro weniger als bislang in Aussicht gestellt worden war.
"Die deutlich gesunkenen Kosten und die gesenkte Prognose für die operativen Kosten ist die grösste Überraschung. Passend dazu kommt daher die Ankündigung von Einspareffekten bereits im Jahr 2012", kommentierte Analyst Christian Muschick von Silvia Quandt. Die Aktie reagierte allerdings kaum auf die Zahlen und stieg nur um marktkonforme 0,49 Prozent auf 55,55 Euro. Laut Händler Markus Huber von ETXCapital sind die Zahlen bereits weitgehend im Kurs eingepreist. "Zudem könnte ein Grund für die ausbleibende Aktienreaktion sein, dass spekuliert wird, dass die beiden US-Börsen Nasdaq OMX und IntercontinentalExchange (ICE) nach der Aktionärsversammlung der NYSE an diesem Tag ein nachgebessertes feindliches Übernahmeangebot für die New Yorker Börse vorlegen werden."
Deutsche Börse und NYSE hatten erstmals Februar bereits weit fortgeschrittene Fusionsverhandlungen bekanntgegeben. Anfang April dann hatte die Nasdaq OMX gemeinsam mit der Rohstoffbörse ICE ein Übernahmeangebot für die NYSE gemacht, das ihren Angaben zufolge 20 Prozent besser ist. Seither gibt es ein grosses Gerangel, denn die NYSE hat sich klar und deutlich für einen Zusammenschluss mit den Frankfurtern ausgesprochen und sieht darin grösseren Wert für ihre Aktionäre und Kunden. Nasdaq und ICE verlangen dagegen weiter Verhandlungen mit der NYSE über ihre Offerte. Dies wurde bislang aber vom NYSE-Management abgelehnt. Der 1792 gegründeten amerikanischen Börse würde im Fall einer Übernahme durch die beiden die Zerschlagung drohen.
ÜBERSCHUSS STEIGT UM MEHR ALS EIN DRITTEL
Im Einzelnen meldete die Deutsche Börse an diesem Tag für das erste Quartal einen Anstieg der Erlöse um 8 Prozent auf 558,6 Millionen Euro im Jahresvergleich. Der Überschuss kletterte sogar um 36 Prozent auf 212,8 Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 29 Prozent auf 316,3 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie kletterte von 0,84 auf 1,14 Euro. Damit übertraf die Deutsche Börse die durchschnittlichen Erwartungen der zehn von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten in allen Bereichen deutlich.
Auch die NYSE legte an diesem Donnerstag starke Quartalszahlen vor und steigerte ihren Gewinn um rund ein Viertel auf 177 Millionen Dollar. Zudem betonte Börsenchef Duncan Niederauer ein weiteres Mal die Vorzüge einer Fusion mit den Frankfurtern: "Wir gehen davon, dass unsere ohnehin guten Wachstumsperspektiven durch einen Zusammenschluss mit der Deutschen Börse erweitert und beschleunigt werden."/ck/stk

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