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ESCHBORN (awp international) - Die Deutsche Börse verstärkt über ihre Derivatetochter Eurex ihr Engagement in den schnell wachsenden Rohstoffmärkten. Die Beteiligung an der Leipziger Strombörse EEX habe erfolgreich auf über 50 Prozent aufgestockt werden können, teilte der Marktbetreiber am Mittwoch in Eschborn bei Frankfurt mit. Der endgültige Preis für die zu erwerbenden Anteile beträgt 7,75 Euro je Aktie und enthält aufgrund der erfolgreichen Mehrheitsübernahme eine Prämie von 0,60 Euro.
Die Eurex hält bereits 35,2 Prozent an der Strombörse und hatte im Dezember 2010 mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vereinbart, deren knapp 23-prozentigen Anteil an der EEX zu übernehmen. An die EEX-Anteile war die LBBW durch den Kauf der vor der Pleite stehenden Landesbank SachsenLB gekommen.
Bei vollständigem Erwerb des LBBW-Anteils hätte der Kaufpreis bei insgesamt 71,3 Millionen Euro gelegen. Die LBBW war allerdings verpflichtet, ihre Anteile an der Strombörse auch anderen EEX-Aktionären anzubieten. Der Grossteil der Aktionäre wollte jedoch seine Beteiligung nicht erweitern: Nach Abschluss der ersten Runde des Andienungsverfahrens am 22. Februar erklärten 31 der 40 berechtigten EEX-Aktionäre ihren Verzicht, wie die Deutsche Börse nun informierte.
Die Transaktion soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2011 abgeschlossen sein und bedarf unter anderem der Zustimmung des Bundeskartellamts und auch des Verwaltungsrats der Eurex Zürich, da die Eurex zu gleichen Teilen der Deutschen Börse und der Schweizer Börse Six Swiss Exchange gehört. Auch der EEX-Aufsichtsrat muss der Übertragung der LBBW-Aktien zustimmen.
Ziel der Deutschen Börse ist es, mit dem Ausbau der EEX- Beteiligung ihre Position im europäischen Energiehandel zu stärken. Der Standort Leipzig soll zudem ausgebaut werden und die EEX mit dem Netzwerk der Eurex verbunden werden. Die sächsische Landesregierung hatte mit der Eurex eine Standortgarantie bis 2025 ausgehandelt. Sachsen besitzt 4,5 Prozent an der EEX.
Von Analysten wird die Mehrheitsübernahme der EEX durch die Eurex als "strategisch sinnvoller Schritt" angesehen, zumal die EEX bereits technisch im System der Deutschen Börse integriert sei. Allerdings rechnen einige damit, dass die Beteiligung womöglich wieder verkauft werden muss, wenn die Fusion mit der NYSE Euronext gelingen sollte.
Deutsche Börse und NYSE Euronext hatten in der vergangenen Woche ihren Zusammenschluss bekanntgegeben und wollen die Fusion bis zum Ende des Jahres abgeschlossen haben./ck/stb

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