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HAMBURG (awp international) - Die Deutsche Post gibt den Heimlieferservice für zwei grosse Handelskonzerne auf. Die Post-Tochter DHL stellt in diesen Wochen in Deutschland sowohl für Karstadt als auch für Ikea die Auslieferung und Montage von Waren bei Endkunden ein, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) "Es rechnet sich einfach nicht", hiess es dem Bericht zufolge in Kreisen der Post. Ein Konzernsprecher bestätigte der Zeitung die Angaben.
Die Rückgabe des mit rund 10 Millionen Euro Umsatz kleinen, aber öffentlichkeitswirksamen Karstadt-Auftrags setzt für die Post den Niedergang der einst lukrativen Geschäftsbeziehung mit dem pleite gegangenen Mutterkonzern Arcandor fort. Die Insolvenz hat bei der Post Ausfälle von mindestens 250 Millionen Euro verursacht. Brachte allein die Karstadt-Logistik - zu der auch die Versorgung der Kaufhäuser mit Waren zählt - dem Bonner Konzern einst etwa 500 Millionen Euro Jahreserlös, bleiben mit dem Ende des Lieferservice nach Informationen aus Post-Kreisen nur noch rund 150 Millionen Euro übrig.
Von der Auflösung des Ikea-Vertrags ist auch das Geschäft in Österreich betroffen. Er soll nach Brancheninformationen ein Volumen von rund 15 Mio. Euro haben. Ähnlich wie Karstadt bleibt Ikea in anderen Bereichen - etwa beim Transport von Fracht über lange Strecken - DHL-Kunde./stb

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