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Deutsche Post stockt Jahresausblick auf - starkes 3. Quartal dank Kostenkur (AF)

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2009 - 09:50 publiziert

BONN (awp international) - Die Deutsche Post hat sich im dritten Quartal noch nicht aus der Krise befreit. Dank der drastischen Kostenkur fuhr das im Dax notierte Unternehmen aber ein starkes drittes Quartal ein und stockte am Donnerstag das Jahresziel für den zugrunde liegenden Gewinn vor Zinsen und Steuern von 1,2 auf mindestens 1,35 Milliarden Euro auf. Unterm Strich will die Post schwarze Zahlen schreiben. Die Aktie stieg zu Handelsbeginn um 0,64 Prozent auf 11,85 Euro.
"Die Ergebnisse des dritten Quartals und die erhöhte Prognose für das Gesamtjahr beweisen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Finanzvorstand Larry Rosen. Die Post ist zuversichtlich, das ursprünglich für Ende 2010 geplante Sparziel von einer Milliarde Euro indirekter Kosten bereits Ende 2009 zu erreichen. Seit November 2008 konnte die Post ihre Kosten um 859 Millionen Euro senken. "Weil unser Kostenmanagement Früchte trägt, behaupten wir uns erfolgreich in der Krise", sagte Vorstandschef Frank Appel. "Auch wenn wir erste positive Signale durch die Stabilisierung der Transportmengen sehen, gibt es noch keine Anzeichen einer umfassenden konjunkturellen Erholung."
"Im Express-Geschäft spüren wir nach wie vor die Auswirkungen der Wirtschaftskrise", sagte Appel. Der Umsatz sank um 27 Prozent. In den USA, wo wir uns aus dem Markt für inländische Expresssendungen zu Beginn des Jahres komplett zurückgezogen haben, konnten wir die Verluste vor Einmaleffekten um mehr als die Hälfte verringern." Er sieht die Post auf gutem Weg, den Verlust ab dem vierten Quartal hier auf unter 400 Millionen Dollar zu drücken.
QUARTALSZAHLEN PROFITIERTEN VON KOSTENKUR
Im dritten Quartal sank der Umsatz von 13,8 auf 11,2 Milliarden Euro. Von diesem Rückgang war eine Milliarde dem Ausstieg aus dem inneramerikanischen Expressgeschäft geschuldet. Ebenfalls ein stark vermindertes Geschäftsaufkommen verzeichnete die Luft- und Seefracht. Dort litt der Umsatz unter dem flauen Welthandel und sank um ein knappes Drittel. Das zugrunde liegende EBIT fiel dank der Sparmassnahmen nur von 420 auf 378 Millionen Euro. Ohne die 146 Millionen Euro entgangenen Gewinns durch die Arcandor-Pleite und ihre Auswirkungen auf die Post als Dienstleister wäre der Vorjahreswert übertroffen worden. Einschliesslich aller Sondereffekte wie der Kosten für den Umbau bei US-Express brach das EBIT von 963 auf 231 Millionen Euro ein./fn/wiz

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