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BONN (awp international) - Die Deutsche Telekom sieht sich trotz leicht enttäuschender Quartalszahlen im Plan, die Jahresziele zu erreichen. Die Bonner bestätigten am Freitag das Ziel eines bereinigten operativen Gewinns von 1,91 Milliarden Euro und eines Free Cash Flows von mindestens 6,5 Milliarden Euro. Im ersten Quartal setzten sich die guten Geschäfte im wichtigen Heimatmarkt fort. Allerdings lasteten die Aktivitäten in den Vereinigten Staaten und im europäischen Ausland auf dem Gewinn. Neben dem harten Wettbewerb führte die Telekom als Gründe Regulierung und Steuerbelastungen an. An der Börse fiel die Aktie zu Handelsbeginn um 2,37 Prozent auf 10,90 Euro. Die Geschäftszahlen lagen leicht unter den Erwartungen.
"Die Weichen sind auf Erneuerung des Konzerns gestellt, und diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen", sagte Unternehmenschef Rene Obermann. "Die Zahlen zum ersten Quartal lassen aber erkennen, dass weitere Herausforderungen auf uns warten." Der Quartalsumsatz ging - vor allem wegen der Ausgliederung der britischen Mobilfunksparte - von 15,81 Milliarden auf 14,60 Milliarden Euro zurück. Der bereinigte operative Gewinn fiel von 4,89 auf 4,48 Milliarden Euro. Der operative Gewinnrückgang in den USA schlug auf den Konzernüberschuss durch, der von 767 auf 480 Millionen Euro schrumpfte.
DEUTSCHLANDGESCHÄFT BOOMT, AUSLAND SCHWIERIG
Im Heimatgeschäft ging der Umsatz von 6,19 auf 5,99 Milliarden Euro zurück. Dort schlugen die gesenkten Terminierungsentgelte zu Buche, die Mobilfunkbetreiber für die Weiterleitung der Gespräche in ihre Netze erhalten. Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) erhöhte sich indes von 2,3 auf 2,4 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war erneut das Geschäft mit mobilen Daten. Das angestammte deutsche Festnetzgeschäft bleibt schwierig. Im Breitbandgeschäft behauptete die Telekom ihren Kundenmarktanteil von 46 Prozent gegen die Konkurrenz der Kabelbetreiber.
Im europäischen Ausland konnte die Telekom im Mobilfunk- und Breitbandgeschäft zulegen. Insgesamt sackte der Umsatz in Europa aber von 4,77 auf 3,67 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn fiel von 1,59 auf 1,27 Milliarden Euro. In den Niederlanden und Polen gab die Telekom viel für die Gewinnung und Bindung von Kunden aus. In Ungarn belastete die Sondersteuer auf Telekomunternehmen. In Griechenland und Rumänien drückt die Wirtschaftskrise das Geschäft.
SYSTEMGESCHÄFT VERDIENT WENIGER
Das Systemgeschäft wuchs solide auf 2,3 Milliarden Euro. Der operative Gewinn lag mit 189 Millionen Euro aber geringfügig unter dem Vorjahr. Grund waren höhere Kosten für die im vergangenen Jahr erhaltenen Grossaufträge. Bei einer Reihe von Kunden hatte es bei der Ausführung Probleme gegeben./fn/stb/wiz

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