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HAMBURG/BONN (awp international) - Bei den Tarifverhandlungen für 105.000 Beschäftigte der Deutschen Telekom hat die Arbeitgeberseite am Mittwoch in Hamburg ein Angebot vorgelegt. Die Telekom schlägt eine Gehaltserhöhung von 2,17 Prozent mit einer Laufzeit von 24 Monaten vor. Die Lohnerhöhung ist Teil eines sogenannten tarifpolitischen Zukunftsbündnisses: Darin verpflichtet sich die Telekom unter anderem, die Zahl der Auszubildenden, die in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen werden, bis 2012 von derzeit 4700 auf 5000 aufzustocken.
Das Arbeitgeberangebot sieht zudem die Wiederaufnahme von Altersteilzeitmodellen und eine Erweiterung des Vorruhestandsmodells vor. Ausserdem sollen Mitarbeiter künftig angesparte Zeitguthaben nicht nur für einen vorzeitigen Ruhestand, sondern auch für Sabbaticals oder Pflegezeiten nutzen können. Schliesslich will die Telekom allen Mitarbeitern eine tariflich festgelegte Erhöhung der Weiterbildungszeit von drei auf jährlich vier Tage zusichern. Das Angebot entspreche im Gesamtvolumen einer Tariferhöhung um fast 6,5 Prozent, sagte ein Telekom-Sprecher.
Die Gewerkschaft Verdi ist mit einer Forderung nach einer Gehaltserhöhung um 6,5 Prozent in die Verhandlungen gegangen. Zudem will sie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um monatlich zwischen 70 und 90 Euro erreichen.
Die dritte Runde der Verhandlungen war am Vormittag begleitet von bundesweiten Warnstreiks fortgesetzt worden. Nach Verdi-Angaben beteiligten sich rund 7000 Telekom-Mitarbeiter an den Arbeitsniederlegungen./wae/DP/stw

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