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BERLIN (awp international) - Für Bahn- und S-Bahn-Kunden ist heute wieder einmal ein spannender Tag. Bahnchef Rüdiger Grube steht den Parlamentariern im Berliner Abgeordnetenhaus am Vormittag (ab 10.00) Rede und Antwort. Der Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses will von ihm wissen, wie er sich nach eineinhalbjähriger Krise seines Tochterunternehmens die Zukunft der Berliner S-Bahn vorstellt. Auch S-Bahnchef Peter Buchner ist zu der Anhörung geladen.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Verkehrssenatorin Ingeborg Junge Reyer (beide) erwarten zudem Aussagen, wie die S-Bahn-Fahrgäste für die anhaltenden Zugausfälle entschädigt werden sollen. Junge-Reyer dringt auf zwei Monate freie Fahrt für Stammkunden und Freifahrten an Wochenenden für alle anderen Fahrgäste. Eine solche Entschädigung hatte es bereits 2010 gegeben und die Bahn gut 70 Millionen Euro gekostet.
Die S-Bahn kämpft seit langem mit Technik-Problemen, die sie nicht auf die Schnelle lösen kann. Eis und Schnee der vergangenen Wochen haben diese Probleme verschärft. Ein grosser Teil des Wagenparks staut sich vor den Werkstätten.
Der allgemeine Winterchaos beim Bahnkonzern führt Grube nach seiner Anhörung im Abgeordnetenhaus nur wenige hundert Meter weiter auch in den Bundesrat zu einer Verkehrsministerkonferenz. Dort erwarten die Länderminister Antworten auf Versäumnisse der Bahn im Regionalverkehr. Ausserdem wollen sie erreichen, dass der Bund auf seine jährliche Gewinnausschüttung von einer halben Milliarde Euro ab 2011 verzichtet und dass das Geld stattdessen in Gleisnetz, Züge und Werkstätten investiert wird.
Die S-Bahn arbeitet derzeit an einem neuen Winterfahrplan, der wieder Stabilität in den Zugbetrieb bringen soll. Die Bahn spricht von einem Kraftakt. Vom 24. Januar an sollen die Züge generell nicht schneller als Tempo 60 fahren. Die Fahr- und Taktzeiten werden dadurch verlängert, die Bahnen sollen ihre Ziele aber wieder pünktlich erreichen. Ob dieser Fahrplan bis zum Frühling gelten soll, ist noch unklar. Noch gebe es kein Datum, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Es werde aber festgelegt und auch veröffentlicht werden.
Das Bundesverkehrsministerium drängt den bundeseigenen Bahnkonzern seit einigen Tagen zu Investitionen in eine neue Berliner S-Bahn- Flotte, deren Kosten in Milliardenhöhe der Bahnkonzern aber selbst bezahlen soll. Derartige Investitionen gelten aber als wenig wahrscheinlich, solange die Bahn keine Gewissheit hat, den S- Bahnbetrieb über 2017 hinaus fortsetzen zu können. Der derzeit gültige Verkehrsvertrag der Länder Berlin und Brandenburg mit der S- Bahn ist bis 2017 befristet.
Aufgrund der Dauerkrise bei der S-Bahn hat sich der Senat eine Ausschreibung von Teilstrecken oder die Direktvergabe des S-Bahn- Betriebs an die landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) offen gehalten. Eine Entscheidung soll in den nächsten Monaten fallen. Der "Spiegel" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von Überlegungen in der Verwaltung, die Bestellung von rund 200 Doppeltriebwagen durch Bürgschaften abzusichern, was Konkurrenten der Deutschen Bahn den Zugang zum Berliner S-Bahn-Netz erleichtern könnte. Der Sprecher der Verkehrssenatorin, Matthias Gille, sagte dazu der "Berliner Morgenpost" (Sonntag), "das Konzept ist eine von mehreren Varianten. Es gibt noch keine Entscheidung."/hro/DP/zb

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