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DEVISEN: Euro mit Berg- und Talfahrt nach US-Arbeitsmarktbericht

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 17:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Freitag nach einem eher enttäuschenden Arbeitsmarktbericht aus den USA eine wahre Berg- und Talfahrt hingelegt. Nachdem der Euro zunächst kräftig auf rund 1,48 US-Dollar nachgab, sprang er kurz darauf wieder über die Marke von 1,49 Dollar. Am späten Nachmittag kostete der Euro dann 1,4860 Dollar und damit in etwa soviel wie am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,4862 (Donnerstag: 1,4867) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6729 (0,6726) Euro.
Devisenexperte Klaus Gölitz von M.M. Warburg sieht in dem US-Arbeitsmarktbericht weniger Ursache als vielmehr Anlass für die Berg- und Talfahrt. "Die wichtigsten Impulse kamen heute vom Gold- und Aktienmarkt." So habe der Euro zunächst negativ auf den Arbeitsmarktbericht reagiert, nachdem auch die Aktien Abschläge hinnehmen mussten. Im weiteren Verlauf sei der Euro dann von einer Gegenbewegung am Aktienmarkt und zudem vom Goldmarkt her gestützt worden. Der Goldpreis war am Freitag erstmalig über die Marke von 1.100 Dollar gestiegen.
Die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt beurteilten Experten unterdessen gemischt. Viele Ökonomen sprachen von einer immer noch schwachen Entwicklung, was den wichtigen privaten Konsum anhaltend belasten dürfte. In den USA sind im Oktober weitere 190.000 Stellen gestrichen worden, die Arbeitslosenquote stieg über die Zehn-Prozent-Marke. Rudolf Besch von der DekaBank sieht zwar eine Verbesserung der Lage. "Die Entwicklung verläuft aber sehr zäh."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89600 (0,89530) britische Pfund , 134,76 (134,30) japanische Yen und 1,5115 (1,5114) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.096,75 (1.089,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 23.675 (23.625) Euro./bf/js/she

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