Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

NEW YORK (awp international) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag trotz der Verunsicherung um Griechenland deutlich gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,4483 US-Dollar gehandelt. "Die insgesamt sehr freundliche Tendenz an den Aktienmärkten hat den Euro gestützt", sagte Viola Stork, Devisenexpertin von der Landesbank Hessen-Thüringen. Eine gestiegene Risikoneigung der Anleger hat zuletzt sehr oft dem Euro genützt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,4448 (Montag: 1,4354) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6921 (0,6967) Euro.
"Die Kursgewinne für die Gemeinschaftswährung sind jedoch angesichts der weiterhin vorherrschenden Unsicherheit um Griechenland und dem am Abend stattfindenden Treffen der Finanzminister der Eurozone etwas überraschend", fuhr Stork fort. Auf dem Treffen soll über ein neues Hilfspaket für Griechenland gesprochen werden. Gestritten wird insbesondere über die von Deutschland geforderte Beteiligung privater Gläubiger. Die Notenbank lehnt indes die Übernahme weiterer Risiken ab.
Kurz vor dem Treffen hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) zudem der Politik einen Warnschuss verpasst. Durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit gleich um drei Noten auf den Wert "CCC" bescheinigte sie, dass Kreditvergaben an Athen hochriskant sind. "Die erneute Herabstufung ändert für Griechenland wenig", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. "Sie waren kapitalmarktunfähig und bleiben es." Hellmeyer geht jedoch davon aus, dass der Konflikt zwischen der Bundesregierung und der EZB um eine mögliche Beteiligung privater Gläubiger gelöst werde, da sich alle Beteiligten dem Risiko eines Scheiterns bewusst seien.
Zudem hätten Konjunkturdaten aus China die Sorge gelindert, dass ein Abschwung in diesem Land die Weltwirtschaft mit nach unten ziehen könnte, sagte Joseph Trevisani, Leitender Marktanalyst bei dem Broker FX Solutions. Die chinesische Industrieproduktion hatte im Mai um 13,3 Prozent zum Vorjahr zugelegt und damit in etwa wie erwartet. Insofern verliere die dortige Volkswirtschaft nicht zu stark an Schwung, meinten Börsianer. Die Nachrichten aus China fielen auch am Aktienmarkt auf fruchtbaren Boden./la/wiz

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???