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FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Dienstag weiter zugelegt und ist auf ein neues Monatshoch gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,4688 US-Dollar und damit so viel wie zuletzt Anfang Mai. Am Morgen hatte der Euro noch knapp einen Cent weniger gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,4652 (Montag: 1,4596) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6825 (0,6851) Euro.
Am Markt wurden mehrere Gründe für den anhaltend festen Euro genannt. Händler verwiesen nicht zuletzt auf Äusserungen eines Offiziellen aus China, der vor zu hohen Forderungsbeständen seines Landes in Dollar gewarnt hatte. Der Dollar geriet daraufhin deutlich unter Druck. Zum Schweizer Franken, der derzeit als wichtige Reservewährung gilt, sank die US-Währung auf ein neues Rekordtief. China ist der mit Abstand wichtigste Gläubiger der USA. Sollte China den USA künftig nicht mehr bereitwillig Kredit geben, wäre dies ein harter Schlag für die Vereinigten Staaten. Die USA sind wegen ihres starken Inlandskonsums und hoher Warenimporte auf einen erheblichen Zustrom ausländischen Kapitals angewiesen.
Darüber hinaus nannten Experten die leichte Entspannung der Griechenlandkrise als Entlastung für den Euro. "Dass die nächste Tranche des Hilfspakets für Athen ausgezahlt wird, hat bereits seit Tagen für Entspannung gesorgt", sagte Devisenexpertin Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Darüber hinaus wird der Euro von Erwartungen steigender Zinsen gestützt. Am Markt wird fest damit gerechnet, dass die EZB am Donnerstag nach ihrer Zinssitzung die zweite Leitzinserhöhung nach der Finanzkrise in Aussicht stellt.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89245 (0,89030) britische Pfund, 117,55 (117,05) japanische Yen und 1,2237 (1,2235) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.545,00 (1.549,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33.390,00 (33.330,00) Euro./bgf/stw

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