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DEVISEN/Euro steigt über 1,45 US-Dollar - Aufatmen nach Griechenland-Abstimmung

NEW YORK (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag gestützt durch die endgültige Verabschiedung des griechischen Sparpakets seine jüngsten Gewinne weiter ausgebaut. Die europäische Gemeinschaftswährung passierte im New Yorker Handel die Marke von 1,45 US-Dollar und kostete damit soviel wie seit drei Wochen nicht mehr. Zuletzt wurden 1,4518 Dollar für einen Euro gezahlt.
"Die Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket wirkt am Devisenmarkt nach", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Nachdem das griechische Parlament dem Spar- und Reformpaket bereits am Mittwoch grundsätzlich zugestimmt hatte, waren am Donnerstag auch die Ausführungsbestimmungen des Sparpakets befürwortet worden. Damit machte das Parlament den Weg zu weiteren internationalen Milliardenhilfen frei. Zudem werden sich deutsche Banken und Versicherer nach Angaben der Bundesregierung mit etwa 3,2 Milliarden Euro freiwillig an einem zweiten Hilfspaket für Griechenland beteiligen.
"Der Euro wird aber auch durch die unterschiedliche Zinspolitik in der Eurozone und den USA gestützt", sagte Hellmeyer. Während in der Eurozone die nächste Leitzinserhöhung im Juli erwartet werde, sei in den USA noch keine Zinswende sichtbar. Zudem belaste die Schuldenpolitik und die Diskussion um eine Anhebung der Schuldengrenze in den USA den Dollar. So hatten die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's den USA mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit gedroht, falls sich Opposition und Regierung nicht einigen können.
Die Eurozone gibt laut Hellmeyer hingegen ein deutlich besseres Bild ab. Die von der Schuldenkrise betroffenen Ländern hätten weitreichende Reformen in Angriff genommen. So plant die italienische Regierung laut Medienberichten, in den kommenden dreieinhalb Jahren 47 Milliarden Euro einzusparen. "Europa macht im Gegensatz zu den USA seine Hausaufgaben", sagte Hellmeyer. Insgesamt laufe die Wirtschaft der Eurozone weiter gut. Dies zeige auch der robuste deutsche Arbeitsmarkt im Juni. Die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung werde sich auch im zweiten Halbjahr in der Eurozone fortsetzen.
ps

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