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FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat sich am Freitag im Mittagshandel nach kräftigen Vortagsverlusten über der Marke von 1,45 US-Dollar stabilisiert. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,4542 Dollar. Ein Dollar war zuletzt 0,6875 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,4814 (Mittwoch: 1,4882) Dollar festgesetzt.
Nach der EZB-Pressekonferenz zur Zinsentscheidung am Donnerstag war der Euro um über drei Cent gefallen. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat nach Einschätzung von Marktbeobachtern eine Leitzinsanhebung erst für den Juli und nicht wie von einigen Beobachtern erwartet für den Juni signalisiert. Zuvor hatte der Euro von Zinserhöhungserwartungen in der Eurozone profitiert.
Im Vormittagshandel am Freitag war der Euro zeitweise bis auf 1,4506 Dollar abgerutscht. Nach etwas besser als erwartet ausgefallen Daten zur deutschen Produktion erholte sich der Euro wieder etwas. Auf Monatssicht hatte die Produktion preis- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent angezogen. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet.
Der Markt warte nun auf den US-Arbeitsmarktbericht, sagten Händler. Die Commerzbank erwartet hiervon aber kaum weiteren Auftrieb für den Dollar. "Selbst 200.000 neu geschaffene Stellen reichen noch nicht aus, um die Fed auf absehbare Zeit zu einer Normalisierung ihrer Geldpolitik zu bewegen", heiss es in einem Kommentar. Dafür sei der Abstand zwischen aktueller Arbeitslosenrate (8,8%) und dem Fed-Ziel von deutlich unter 6 Prozent zu gross. Für eine nachhaltige Dollar-Erholung dürfte es deshalb laut Commerzbank noch zu früh sein./jsl/he/wiz

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