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FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Dienstagabend zum US-Dollar ein weiteres Monatshoch markiert. Die Gemeinschaftswährung setzte ihre Kursrally fort und kostete mit 1,4695 Dollar so viel wie zuletzt Anfang Mai. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,4652 (Montag: 1,4596) Dollar festgesetzt.
Am Markt wurden mehrere Gründe für den anhaltend festen Euro genannt. Händler verwiesen nicht zuletzt auf Äusserungen eines Offiziellen aus China, der vor zu hohen Forderungsbeständen seines Landes in Dollar gewarnt hatte. Der Dollar geriet daraufhin deutlich unter Druck. Zum Schweizer Franken, der derzeit als wichtige Reservewährung gilt, sank die US-Währung auf ein neues Rekordtief. China ist der mit Abstand wichtigste Gläubiger der USA. Sollte China den USA künftig nicht mehr bereitwillig Kredit geben, wäre dies ein harter Schlag für die Vereinigten Staaten. Die USA sind wegen ihres starken Inlandskonsums und hoher Warenimporte auf einen erheblichen Zustrom ausländischen Kapitals angewiesen.
Darüber hinaus nannten Experten die leichte Entspannung der Griechenland-Krise als Entlastung für den Euro. "Dass die nächste Tranche des Hilfspakets für Athen ausgezahlt wird, hat bereits seit Tagen für Entspannung gesorgt", sagte Devisenexpertin Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Darüber hinaus wird der Euro von Erwartungen steigender Zinsen gestützt. Am Markt wird fest damit gerechnet, dass die EZB am Donnerstag nach ihrer Zinssitzung die zweite Leitzinserhöhung nach der Finanzkrise in Aussicht stellt.
Zum Schweizer Franken hat der Euro ebenfalls deutlich an Boden gut gemacht und konnte sich über der Marke von 1,23 halten. Derzeit kostet ein Euro 1,2306 CHF nach 1,2304 CHF kurz vor Europaschluss. Der Dollar notiert mit 0,8375 CHF nach 0,8384 CHF und hat so in den letzten Stunden etwas an Wert eingebüsst.
ag/stw/mk

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