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DEZA: Schwerpunkt Wissen und Ausbildung

DEZA-Direktor Walter Fust erläutert die künftigen Schwerpunkte seiner Direktion.

(Keystone)

Die Schweizer Entwicklungshilfe will 2004 den Wissenstransfer verstärken. Wissen sei der Motor jeder Entwicklung, sagt die Direktion für Entwicklungs-Zusammenarbeit (DEZA) in Bern.

Sorgen bereiten der DEZA die Sparmassnahmen des Bundes.

"Wissen ist der Motor jeder Entwicklung", sagte Walter Fust, Chef der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), am Dienstag an der Jahresmedien-Konferenz in Bern.

Die DEZA sieht es deshalb als vordringliche Aufgabe an, den Zugang zu Wissen zu ermöglichen. Dazu wurden drei exemplarische Beispiele aus El Salvador und Albanien zusammen mit Massnahmen in der allgemeinen Malariaforschung vorgestellt.

Im Einklang mit der UNO

Als weiteres Jahresziel nannte Fust die konsequente Ausrichtung aller DEZA-Programme auf die Entwicklungsziele der UNO, die unter anderem die
Halbierung der Armut bis 2015 sowie sauberes Trinkwasser und Schulbildung für alle zum Inhalt haben.

Daneben steht die rechtliche und finanzielle Neuregelung der Zusammenarbeit mit Osteuropa im Vordergrund.

In Ländern wie Bolivien, Nepal oder Georgien will die DEZA trotz der politischen Krisen die Kontinuität der Hilfe wahren.

"Um diese Ziele der UNO zu erreichen, ist es notwendig, dass die finanziellen Mittel erhöht werden", sagte DEZA-Direktor Walter Fust gegenüber swissinfo. Einfach linear würden die Finanzmittel allerdings nicht erhöht, so Fust weiter.

Wissen braucht auch Geld

Angesichts von bereits beschlossenen und drohenden Sparmassnahmen
interessierte besonders auch der innenpolitische Ausblick der DEZA.

"Wissen ersetzt das Geld nicht", sagte Direktor Fust und gab dabei seiner Sorge über das anstehende zweite Sparprogramm des Bundes Ausdruck.

"Die Schweiz darf nicht aus den internationalen Bemühungen ausscheren." Sie müsse zu dem stehen, was sie in internationalen Gremien sage.

Bei der anstehenden Neuauflage des Osteuropa-Kredits will die DEZA denn auch bei der Schweizer Regierung einen leicht höheren Betrag beantragen.

Fust verschloss aber nicht die Augen vor den finanzpolitischen Realitäten. Auf dem Weg zum deklarierten Ausgabenziel von 0,4% des Bruttosozialprodukts würden die Mittel vorerst nicht stärker wachsen als die Schweizer Wirtschaft, sagte er.

Effizienter dank Partnerschaften

Und dass das DEZA-Budget trotz Sparanstrengungen für 2004 auch
teuerungsbereinigt leicht zunehme, sei keine Selbstverständlichkeit.

Die Sparpolitik zwingt aber auch die DEZA, noch mehr auf die Effizienz zu schauen. Fust schloss den Kreis zum Jahresmotto der Wissensteilung.

Durch Partnerschaften mit Universitäten oder Privatfirmen könne auch die
Entwicklungs-Zusammenarbeit Wissen teilen und Synergien freilegen.

Für DEZA-Direktor Walter Fust ist es wichtig, dass bei der Entwicklungs-Zusammenarbeit viele Partner mit einbezogen würden.

Nur so könnten bessere Lösungen entstehen, aber auch die finanziellen Mittel würden so effizienter genutzt.

Drei Bespiele

Die Vermittlung von Wissen in der Projektarbeit illustrierte die DEZA anhand dreier Beispielen. In Albanien vermittelt sie berufliches Fachwissen und hilft damit, die Arbeitslosigkeit von geschätzten 40% zu senken.

In El Salvador half sie nach dem Erdbeben von 2001 mit, eine Analyse der Naturgefahren zu erstellen und 2200 Menschen an sicheren Orten zu beherbergen.

Im Kampf gegen Malaria unterstützt sie die "Medicines for Malaria Venture", die
mit öffentlichen und privaten Institutionen erschwingliche Anti-Malaria-Medikamente entwickeln.

Damit konnte auch die Pharma-Industrie, die in den 90er Jahren aus
Rentabilitätsüberlegungen aus der Malariaforschung ausgestiegen
war, wieder ins Boot geholt werden.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die DEZA erbringt ihre Leistungen mit gut 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland.

Das Jahresbudget beträgt 1,2 Mrd. Franken (2003).

Die DEZA arbeitet in direkten Aktio­nen, unterstützt Programme multilateraler Organisationen und finanziert Programme von schweizerischen und internationalen Hilfswerken mit und zwar in den Bereichen bilaterale und multilaterale Entwicklungs-Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe, inklusive Schweizerisches Korps für humanitäre Hilfe (SKH) und Zusammenarbeit mit Osteuropa.

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