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Die Armeereform in Zahlen

Mit 120'000 Aktiven, 20'000 Rekruten pro Jahr sowie einer Reserve von 80'000 Militärdienstpflichtigen sinkt der Armeebestand auf maximal 220'000 Personen. Heute sind es bei einem Sollbestand von 350'000 rund 524'000. Die personelle Reduktion soll durch Modernisierung in Ausbildung und Bewaffnung aufgefangen werden.

Dieser Inhalt wurde am 24. Oktober 2001 - 17:18 publiziert

Die Armee XXI bleibt eine Milizarmee. Milizoffiziere können Bataillone führen und im Teilamt bis zu Brigadiers aufsteigen. Die Rekrutenschule kann ab 18 Jahren absolviert werden. "Aus rein militärischer Sicht" wären 24 Wochen angezeigt, die Reduktion sei aus politischen Gründen zu akzeptieren, schreibt das VBS.

Grundsätzlich beträgt die gesetzliche Dienstpflicht 300 Tage, geleistet werden sollten nach Entwurf aber nur 280 Tage. Die Verkürzung der RS führt dazu, dass ein Durchschnitts-Soldat noch 262 Diensttage leisten muss (3 Tage Aushebung, 145 Tage RS und 114 Tage WK), bis er mit 30 (statt heute 42) Jahren entlassen wird.

Durchdiener-Hilfskorps

Nach der Rekrutenschule leisten Soldaten im Jahresrhythmus sechs Wiederholungskurse von 19 Tagen und werden anschliessend vier Jahre in die Reserve eingeteilt. Gegen 20 Prozent der Rekruten eines Jahrgangs (rund 3'000) sollen ihre 300-tägige Dienstpflicht freiwillig am Stück leisten (so genannte Durchdiener).

Diese Durchdiener mit drei RS-Starts sollen die Armee befähigen, über das ganze Jahr hinweg Hilfseinsätze sofort und über längere Zeit hinweg leisten zu können, wenn die zivilen Mittel erschöpft sind. Für das VBS ist das keine Abkehr vom Milizsystem, sondern eine gezielte Ergänzung.

Massgeschneiderte Verbände

In der Armee XXI gibt es keine Regimenter, Divisionen und Armeekorps. Die Grundelemente sind regional verankerte Bataillone, die in vier Infanterie-, drei Panzer-, zwei Gebirgs- und einer Logistikbrigade eingeteilt sind. Die Brigaden werden auf konkrete Einsätze hin massgeschneidert zusammengestellt.

Männer und die freiwillig Dienst leistenden Frauen sind gleichgestellt. Die Armee erhält einen Chef, der dem Vorsteher des VBS direkt unterstellt ist. Ihm sind seinerseits Generalstab, Heer, Luftwaffe und die Höhere Kaderausbildung unterstellt.

swissinfo und Agenturen

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