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Die Baubranche spürt Rückenwind

Bauboom in der Schweiz: ein Grund für mehr Firmengründungen.

(Keystone)

Die Zahl der Firmen der Bauwirtschaft ist in der Schweiz im letzten Jahr kräftig gewachsen. Der Bauboom führte dazu, dass sich viele selbständig machten.

Auf der andern Seite steht die Restaurations-Branche. Innerhalb der Dienstleister wurde dort die grösste Zahl von Firmen im Handelsregister gelöscht.

Generell ist die Zahl der Firmen in der Schweiz letztes Jahr kräftig gewachsen. Das Nettowachstum, das sich aus den Neueintragungen abzüglich der Löschungen im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) errechnet, betrug gemäss Creditreform im Vorjahresvergleich 10'700 oder gut 35%.

Gemäss der Branchenstatistik von Creditreform verzeichnete der Bausektor - inklusive Architektur- und Ingenieurbüros, Baubedarfshandel und Immobilienfirmen - das grösste Nettowachstum.

Schweizweit kletterte die Zahl der Firmen im Bausektor netto um rund 75% oder 2190 Unternehmen. Profitiert haben insbesondere Architekten, Ingenieurbüros, Immobilienfirmen und Bauartikelhändler.

Die Zahl der Firmenkonkurse stieg in diesem Sektor, entgegen dem gesamtschweizerischen Trend, um 2,5%.

Den zweitgrössten Zuwachs verzeichnete gemäss den Angaben der Handel. Das Nettowachstum betrug hier rund 65%. Die Zahl der Firmenkonkurse sank um 3%.

An dritter Stelle findet sich der Sektor Industrie und verarbeitendes Gewerbe mit einem Nettowachstum fast 40%. Die Firmenkonkurse nahmen in diesem Sektor um 10% ab. An vierter Stelle folgen die Dienstleistungen.

Am stärksten ist der Branchenwandel innerhalb der Dienstleistern bei Restaurants, Kantinen und Caterern. Die Sparte belegt sowohl bei den Neueintragungen wie auch bei den Löschungen den ersten Platz.

Tiefe Steuern – mehr Firmen

Von der Welle an Firmengründungen haben die kleinen Tiefsteuer-Kantone am meisten profitiert. Sie verzeichnen die stärksten Zunahmen, nicht zuletzt auch wegen des Baubooms. An der Spitze - dank der neuen Degressivsteuer für Unternehmen – Obwalden.

Im Innerschweizer Halbkanton hat sich die Zahl der Firmenneugründungen von 145 auf 329 mehr als verdoppelt. Verglichen mit den Anfang 2006 eingetragenen 2040 Firmen entspricht dies einem Anteil von 16% Prozent, wie die Gläubigervereinigung Creditreform in Ergänzung zu der bereits veröffentlichten Jahresstatistik mitteilte.

Auf den weiteren Podestplätzen der Firmenneugründungen befinden sich die Kantone Zug und Appenzell Innerrhoden.

Auch wenn die Firmenlöschungen aus dem Handelsregister abgezogen werden, so bleibt das Nettowachstum in den Kantonen Obwalden, Appenzell Innerrhoden und Zug am höchsten.

Zu den Spitzenreitern zählen zudem Schwyz, Wallis sowie Uri, wie die erstmals erstellte Kantonsstatistik zeigt. Als stark erweisen sich auch die Kantone Zürich, Nidwalden, St. Gallen, Jura und Thurgau.

Gründergeist ist anderswo

Wirklicher Gründergeist herrscht aber in den Kantonen Schaffhausen, Neuenburg und Basel Landschaft: Dort ist der Anteil der Einzelfirmen an den Neugründungen mit bis zu 45% am höchsten.

Tief ist der Anteil hingegen in Appenzell Innerrhoden, Zug und Obwalden, wo sich die eine oder andere Briefkasten-AG unter den Zuzügern befinden dürfte. "Es scheint, als ob diese drei Kantone für Selbstständigerwerbende keine besonderen Vorteile bieten, hingegen für Kapitalgesellschaften interessanter sind", schreibt Creditreform.

In einigen Kantonen könne von einem Bauboom gesprochen werden. Es handelt sich dabei um die eher ländlichen Kantone Freiburg, Uri, Obwalden, Wallis und Graubünden. Obwalden profitiert hier von einem Folgeeffekt der zahlreichen Firmengründungen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Auf 1000 Schweizer Unternehmen haben im vergangenen Jahr – statistisch gesehen - 9,8 die Bilanz deponiert.

Nach Wirtschaftsektoren gegliedert: 1. Sektor Bau (12,4), 2. Handel (12,4), 3. Dienstleistung (10,4), 4. Industrie (8).

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Creditreform

das Unternehmen ist der führende Produzent der Schweiz für Wirtschafts-und Bonitätsauskünfte sowie für das Forderungsmanagement/Inkasso.

Creditreform wurde vor über 125 Jahren gegründet, verfügt heute über ein Netz von 180 Geschäftsstellen in Europa und acht selbständige Kreisbüros in der Schweiz. Mehr als 150'000 Unternehmen in Europa sind Mitglieder bei Creditreform.

Diese beziehen jedes Jahr über 22 Millionen Wirtschafts- und Bonitätsauskünfte. In der Schweiz erteilen 200 Angestellte rund 80'000 Auskünfte pro Jahr.

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