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Die Bemühungen von Adolf Ogi bei der UNO tragen Früchte

UNO-Generalsekratär Ban Ki-Moon (links), und Adolf Ogi im UNO-Hauptquartier.

(Keystone)

Das Amt des UNO-Sonderberaters für Sport, Frieden und Entwicklung, das Altbundesrat Adolf Ogi seit sieben Jahren betreut, soll zur festen UNO-Einrichtung werden.

Der Bericht, den der international bekannte Politiker dem UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon und der Generalversammlung vorgelegt hat, ist positiv aufgenommen worden. Die Schweiz hat bereits finanziellen Support zugesagt.

Die Bedeutung, die der Sport in einer globalen friedlichen Entwicklung haben kann, hat nach Kofi Annan offenbar auch der neue UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon erkannt.

Der von Ogis Büro erstellte Bericht, der zahlreiche Projekte der letzten drei Jahre analysiert, hat zur Freude Ogis am Mittwoch gute Aufnahme in der Generalversammlung gefunden.

Man habe allgemein erkannt, dass der Sport der UNO ein neues, junges Gesicht gebe, sagte Ogi in New York. Durch Sport liessen sich universelle Werte des Zusammenlebens spielend lernen.

Bekannte Probleme wie Doping, Gewalt und Finanzskandale seien weniger ein Problem des Sportes als der Gesellschaft, sagte der ehemalige Bundesrat.

Mit Annans Rücktritt wollte eigentlich auch Ogi sein UNO-Amt niederlegen. Im Zuge der Umstellungen durch den Antritt Bans wurde Ogi aber gebeten, weiter im Amt zu bleiben. Ogis Mandat wurde kürzlich verlängert.

Wie lange er noch im Amt bleibe, bespreche Ogi mit Ban im Dezember. Das Amt selbst soll zur festen Institution werden.

Stiftungsfonds für Sonderberater-Amt?

Was laut Ogi mit über tausend Projekten in den vergangenen Jahren lanciert wurde, müsse nun in feste Strukturen gegossen werden. Schweizer Diplomaten haben sich mit einer Gruppe von Freunden des Sports überlegt, wie ein Stiftungsfonds für das Amt des Sonderberaters angelegt werden könnte.

Der Schweizer Botschafter bei der UNO, Peter Maurer, forderte in der Sitzung der Generalversammlung die Mitgliedstaaten der UNO zur Unterstützung auf und sicherte einen entsprechenden Beitrag der Schweiz zu.

So hat China die Schaffung des Fonds bereits befürwortet und eine erste Einlage von 100'000 Dollar angekündigt. Laut Ogi spürt Peking als Austragungsort der Olympischen Spiele 2008, von welcher globalen Bedeutung Sportereignisse sein können.

China spürt Herausforderung und Druck

Unter dem Druck der Öffentlichkeit müsse China mit den Olympischen Spielen einen Massstab für Umweltverträglichkeit, Sicherheit und Transport leisten, auch im Rahmen des Klimaschutzes.

Für die Dauer der Olympischen Spiele beschlossen die Vereinten Nationen zudem einstimmig nach alter griechischer Tradition wieder eine weltweite olympische Waffenruhe. Die antiken Stadtstaaten hatten während der Austragungszeit ihre gegenseitigen Zwistigkeiten eingestellt.

Dies sei zwar eher symbolisch, meinte Ogi, aber Symbolik wirke bekanntlich auch.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Der frühere Bundesrat Adolf Ogi wurde 2001 von Kofi Annan zum UNO-Sonderbeauftragten für Sport als Förderer von Frieden und Entwicklung ernannt.

Im November 2004 lancierte Ogi das UNO-Jahr des Sportes in New York im Beisein von Kofi Annan und dem Schweizer Tennis-Star Roger Federer.

Im Dezember 2005 endete das Jahr des Sportes mit einer Konferenz im schweizerischen Magglingen.

Die Schweizer Regierung unterstützt Ogis Bemühungen in den Jahren 2006 und 2007 mit je 410'000 Franken.

Adolf Ogi ist bereit, sein Amt unter Kofi Annans Nachfolger Ban Ki-Moon für eine noch nicht festgelegte Übergangszeit weiter auszuführen.

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