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Die erste Blechlawine ist vorüber

Stundenlanges Warten im Stau gegen Süden: ein Karfreitags-Ritual der besonderen Art. Keystone

Die erste österliche Reisewelle gegen Süden ist verebbt. Am Karfreitagmorgen (13.04.) stauten sich die Fahrzeuge vor dem Gotthard-Nordportal bis zu zehn Kilometern. Der Stau löste sich am Nachmittag auf. Im Tessin blieb der Lastwagenkollaps aus.

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2001 - 16:56 publiziert

Zwei Nächte lang hatten die Beamten am Warenzoll Chiasso Sonderschichten eingelegt, um die Lastwagen in Richtung Italien abzufertigen. In der Nacht auf Karfreitag profitierten nach 22.00 Uhr 113 Lastwagen von der Nachtöffnung. Um 2.15 Uhr morgens konnten die Schweizer Zöllner das grosse Metalltor schliessen.

Nicht alle Camionneure erreichten den Warenzoll rechtzeitig. Rund ein Dutzend Lastwagen wartete am Karfreitagmorgen vergeblich vor den verschlossenen Türen des Zolls. Dieser öffnet jedoch erst am Samstag um 5.00 Uhr wieder.

In der Nacht auf Gründonnerstag waren nach 22.00 Uhr 290 Camions abgefertigt worden, bevor der Warenzoll um 1.45 Uhr geschlossen worden war. Die Sache sei «aus administrativer Sicht gut gelaufen», bilanzierte der Tessiner Zollkreisdirektor Fiorenzo Falconi.

Doch eine wirkliche Lösung für die Probleme mit dem Schwerverkehr sei dies nicht - man könne nicht immer Ausnahmen machen. Und neue Spitzenwerte beim Verkehrsaufkommen stünden noch bevor.

Privatverkehr hielt sich in Grenzen

Beim privaten Osterreiseverkehr hielt sich das österliche Verkehrsaufkommen bislang in Grenzen. Nachdem der Stau am Gotthard-Nordportal in der Nacht auf Karfreitag auf drei Kilometer geschrumpft war, wuchs die Blechschlange am Morgen bis auf zehn Kilometer, bevor sich die Lage am frühen Nachmittag normalisierte.

Zu stockenden Verkehr und kurzen Staus kam es auf der Ausweichroute A13 Chur - Bellinzona. Wartenzeiten gab es am Grenzübergang von Chiasso-Brogeda. Der Verkehr auf den Alternativrouten verlief im übrigen ohne grosse Probleme. Keine Wartezeiten gab es an den Verladestationen Furka und Lötschberg.

Gotthardlinie nach Zugentgleisung wieder offen

Seit dem frühen Freitagmorgen ist auch die Gotthard-Bahnlinie wieder normal befahrbar. Die Strecke war wegen einer Zugentgleisung während 14 Stunden unterbrochen gewesen, bevor sie vorübergehend nur einspurig offen war.

Am Donnerstag waren kurz nach Mitternacht in Rodi-Fiesso TI zwei Wagen des Nachtzuges von Mailand nach Brüssel entgleist. Verletzt wurde niemand, zwei Personen erlitten einen Schock. Die meisten der 135 Passagiere wurden mit einem Extrazug nach Basel gebracht. Die Ursache des Unfalls war bis am Freitag unbekannt.

swisssinfo und Agenturen

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