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Die Macht exotischer Pflanzen

Saatgutmischungen enthalten oft Samen von Arten, welche nicht einheimisch sind.

(Keystone)

Exotische Pflanzen können die angestammte Fauna schädigen und zu gesundheitlichen Problemen bei Menschen führen. Das Buwal hat eine neue Artenliste veröffentlicht.

In ganz Europa sind laut dem Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) zahlreiche Pflanzenarten verbreitet, die aus Übersee stammen: so genannte Neophyten. Probleme mit solchen Neophyten traten laut Buwal in den vergangenen Jahren vermehrt auf. Dabei waren insbesondere Naturschutzgebiete und naturnahe Flächen betroffen.

Eine Arbeitsgruppe der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung der Wildpflanzen (SKEW) hat deshalb im Auftrag des Buwal die problematischen Neophyten auf einer Schwarzen Liste zusammengefasst und kürzlich aufdatiert. Eine Graue Liste nennt zudem diejenigen Pflanzen, die vermutlich negative Auswirkungen haben, wie es heisst.

Laut Buwal werden in der Schweiz immer häufiger Wildblumen ausgesät, unter anderem auf ökologischen Ausgleichsflächen, im öffentlichen Raum entlang von Strassen und Bahnlinien wie auch auf Skipistenplanierung und im Siedlungsraum. Im Handel würden dabei oft Saatgutmischungen angeboten, die Samen fremder Arten enthielten.

Dazu gehörten neuerdings auch Mischungen von Pflanzen der nordamerikanischen Prärie. Das Buwal rät nun, auf einheimische Pflanzen zu setzen. Etablierte Neophyten könnten meist gar nicht mehr vollständig aus der Landschaft eliminiert werden. Es sei höchstens möglich, deren weitere Ausbreitung einzudämmen. Dies sei aber mit hohen Kosten verbunden.

Seit 1500

Als Neophyten werden jene fremden Pflanzenarten bezeichnet, die nach ungefähr 1500 nach Christus in Europa eingeführt wurden. Auf dem ganzen Kontinent sind inzwischen zahlreiche Arten, die aus Übersee stammen, ausgewildert.

Der aus Ostasien stammende Japanische Knöterich vermehrt sich stark an Fliessgewässern und fördert die Erosion an Uferböschungen. Neophyten können aber auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Der Riesen-Bärenklau aus dem Kaukasus kann beispielsweise Hautschäden hervorrufen, die Pollen der Aufrechten Ambrosie können schwere Allergien auslösen.

swissinfo und Agenturen

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