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Die Reichsten der Reichen noch reicher

Führt die Top-Liste an: Ingvar Kamprad, IKEA-Gründer.

(Keystone)

Die Schweiz hat den Ruf, das Land der Superreichen zu sein - zu Recht: Jeder achte Milliardär dieser Welt lebt in der Schweiz.

Nicht weniger als 120 Personen oder Familien besitzen mindestens eine Milliarde Franken Vermögen. Tendenz steigend.

Jeder achte Milliardär dieser Welt lebt in der Schweiz: 120 Personen oder Familien hierzulande besitzen mindestens eine Milliarde Franken Vermögen. Der Reichste ist weiterhin Ingvar Kamprad, Besitzer des Ikea-Möbelhauses.

Der gebürtige Schwede, der seit Jahren in der Westschweiz lebt, führt die vom Wirtschaftsmagazin Bilanz veröffentlichte Liste der 300 Reichsten der Schweiz seit sechs Jahren an. Sein geschätztes Vermögen: 35 bis 36 Mrd. Franken.

Weil Kamprad erstmals den Schleier über den Ikea-Gewinnzahlen etwas lüftete, schraubte die Bilanz ihre Schätzung gegenüber dem Vorjahr um satte 10 Mrd. Franken in die Höhe.

Der Möbelhändler ist nicht der einzige, dessen Vermögen gegenüber 2006 zugenommen hat.

Über 500 Milliarden Franken

Die 300 Reichsten besitzen im Vergleich zum Vorjahr 74 Milliarden mehr. Damit erreicht ihr Gesamtvermögen 529 Milliarden - ein neuer Rekord. Im Schnitt besitzt jeder der Superreichen 1,763 Milliarden.

Als Vergleich: Das Nettovermögen der Schweizer Bevölkerung errechnete das Bundesamt für Statistik für 2006 auf 176 000 Franken. Das sind 10 500 Mal weniger als das Durchschnittsvermögen der 300 Superreichen.

Hinter Kamprad platziert sind wie schon im Vorjahr die Basler Industriellenfamilien Hoffman und Oeri. Ihr Vermögen schätzt die Bilanz auf 18 bis 19 Mrd. Franken. Sie sind die "Verlierer" des diesjährigen Rankings, vor einem Jahr war ihr Portemonnaie noch 2 Mrd. Fr. schwerer.

Doch die Aktien des Pharma-Konzerns Roche, der Hauptbestandteil des Familienbesitzes, gerieten an der Börse unter Druck.

Vom fünften auf den dritten Rang vorgerückt ist die Familie Brenninkmeijer. Die Textildynastie - sie besitzt die Kleiderladenkette C&A - hat ihr Vermögen um 6 auf 15 bis 16 Mrd. Franken gesteigert. Zu verdanken hat sie diese Vermögensmehrung aber nicht etwa gesteigerten Kleiderverkäufen, sondern lukrativen Investments in erneuerbare Energien.

Zwei Russen auf den Top-Plätzen

Der Aufsteiger und Drittplatzierte des letzten Jahres, der russische Oligarch Viktor Vekselberg, kommt heuer mit 14 bis 15 Mrd. Fr. auf Rang 4. Vor einem Jahr schrieb die Bilanz zu Vekselberg, dessen Renova Holding halte weltweit viele Industriebeteiligungen, jene an Schweizer Firmen seien jedoch "geradezu vernachlässigbar".

Dieses Bild hat sich innert Jahresfrist geändert, nun ist die Schweiz für Vekselberg nicht nur Wahlheimat, sondern auch zweitwichtigstes Anlageland. Der Russe hält grosse Beteiligungen am Maschinenbauer Sulzer und am Mischkonzern Oerlikon sowie an der Immobiliengesellschaft Züblin.

Neu figuriert mit Dmitry Rybolovlev ein zweiter Russe unter den Top Ten: Der in Genf lebende Financier besitzt 8 bis 9 Mrd. Franken.

Die Neuen

Auf der Liste der 300 Reichsten in der Schweiz finden sich 19 neue Namen von Personen oder Familien, die ein Mindestvermögen von 100 Millionen besitzen.

Darunter sind die Innerschweizer Bankiers Karl und Christoph Reichmuth (100 bis 200 Mio. Franken), Konrad Hummler (400 bis 500 Mio. Franken), Teilhaber der St. Galler Privatbank Wegelin & Co oder der britische Stararchitekt Sir Norman Foster (700 bis 800 Mio. Franken).

Reichste Topmanager

Erstmals in der Liste der 300 Reichsten in der Schweiz sind auch Novartis-Chef Daniel Vasella und UBS-Chef Marcel Ospel aufgeführt. Beide werden wegen ihrer hohen Managerlöhne in der Öffentlichkeit hart kritisiert.

Die Liste des Wirtschaftsmagazins "Bilanz" führt 17 Topmanager, die zusammen 4,9 Mrd. Fr. besitzen. Neu dazu gekommen sind vier Personen: Neben Ospel und Vasella sind dies der Chef der Privatbank Julius Bär, Johannes de Gier (alle 100 bis 200 Mio. Fr. Vermögen) und Fiat-Topmanager Sergio Marchionne (200 bis 300 Mio. Franken).

Sport und Kultur

Auch mit Sport oder Kultur lässt sich in der Schweiz reich werden: Der Chef über den Formel-1-Zirkus, Bernie Ecclestone, besitzt 5 bis 6 Milliarden.

Einer, der in diesem Zirkus erfolgreich mitfuhr, ist der 7-fache Weltmeister Michael Schumacher. Er kommt auf 0,9 bis 1 Milliarde.

Eine buchstäbliche Goldkehle besitzen die kanadische Pop-Sängerin Shania Twain (400 bis 500 Mio.), der britische Sänger und Genesis-Mitgründer Phil Collins (300 bis 400 Mio.) oder die US-Rockröhre Tina Turner (200 bis 300 Mio.).

swissinfo und Agenturen

Rangliste

1. Ingvar Kamprad; Ikea-Gründer; 35 bis 36 Mrd. Franken

2. Familien Hoffman und Oeri; Beteiligung am Roche-Konzern; 18 bis 19 Mrd.

3. Familie Brenninkmeijer; Textil (C&A); 15 bis 16 Mrd.

4. Viktor Vekselberg; Beteiligungen; 14 bis 15 Mrd.

5. Familie Latsis; Banken, Beteiligungen; 13 bis 14 Mrd.

6. Familie Bertarelli; Beteiligungen; 12 bis 13 Mrd.

7. Klaus-Michael Kühne; Logistikkonzern Kühne+Nagel; 8 bis 9 Mrd.

8. Dmitry Rybolovlev; Düngemittel; 8 bis 9 Mrd.

9. Hansjörg Wyss; Medizinaltechnik; 8 bis 9 Mrd.

10. Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein; Bank, Beteiligungen, Immobilien, Kunst; 7 bis 8 Mrd.

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Reichen-Föderalismus

Nach Kantonen aufgegliedert, ergibt die Auswertung der Liste, dass Zürich die grösste Milliardärsdichte der Schweiz aufweist.

63 Personen oder Familien versteuern zumindest einen Teil ihres Vermögens im Kanton Zürich.

An 2. Stelle folgt Genf mit 44 Nennungen, dann Waadt mit 36.

Bern, Schwyz und Zug kommen auf je 19 Namen.

Keine Nennungen gibt es im Jura und in Uri.

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