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Die Schweiz geht ohne Hakan Yakin nach Deutschland

Köbi Kuhn nach Bekanntgabe der Schweizer WM-Auswahl.

(Keystone)

Köbi Kuhn, der Trainer der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, hat entschieden, ohne den Mittelfeldspieler Hakan Yakin an die WM-Endrunde in Deutschland zu reisen.

Kuhn gab am Montag in Bern die Namen der 23 Spieler bekannt. Im ersten Spiel trifft das Schweizer Team auf Frankreich.

Trotz Hakan Yakins zuletzt guten Leistungen bei den Young Boys entschied sich der Nationalcoach gegen Yakin.

Der Schweizer Nationalcoach begründet die Nichtselektion Yakins damit, dass er auch in den letzten fünf Länderspielen wegen Verletzungsgründen auf ihn hatte verzichten müssen.

Kuhn: "Zudem ist der Charakter Yakins etwas speziell, und es ist mir wichtig, dass Ruhe im Team herrscht." Dagegen wurden Xavier Margairaz und Blerim Dzemaili vom Meister Zürich sowie David Degen von Basel und der junge, vielseitig einsetzbare Johann Djourou von Arsenal aufgeboten.

Lediglich auf Pikett

Yakin gehört deshalb lediglich zu denen, die auf Pikett bleiben müssen. Das gleiche Schicksal hat Eldin Jakupovic ereilt, der als dritter Torhüter Diego Benaglio Platz machen musste.

Die fünf Spieler Raphaël Wicky, Marco Streller, Johan Vonlanthen, Alex Frei und Diego Benaglio, die zuletzt wegen Verletzungen nicht regelmässig zum Einsatz kamen, rücken sofort ins Trainingslager der U21-Nationalmannschaft ein. Die U21-Equipe bestreitet am Donnerstag in Payerne ein Testspiel gegen Belgien.

Das junge Team weckt Hoffnungen

Das Schweizer Team trifft in der Vorrunde erneut auf Frankreich, dann auf Aussenseiter Togo sowie auf den WM-Halbfinalisten von 2002, Südkorea.

Eine Achtelfinal-Qualifikation liegt im Bereich des Möglichen. Experten, Fans und Freunde der Nationalmannschaft trauen diesem jungen Team aber noch mehr zu. Für Spannung ist also gesorgt, wenn am 9. Juni in München der WM-Anpfiff erfolgt.

Am 13. Juni gilt es dann ernst: Erster Gegner wird in Stuttgart Frankreich sein. Auf dieses Team sind die Schweizer bereits im Rahmen der Qualifikationsspiele getroffen. Sechs Tage später trifft die Schweiz in Dortmund auf Togo, und den Vorrunden-Abschluss bildet am 23. Juni die Partie gegen Südkorea in Hannover.

Das 23-Mann-WM-Kader von Köbi Kuhn

Torhüter: Diego Benaglio (Nacional Funchal), Fabio Coltorti (Grasshoppers) und Pascal Zuberbühler (Basel).

Verteidigung: Philippe Degen (Borussia Dortmund), Patrick Müller (Lyon), Philippe Senderos (Arsenal), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Valon Behrami (Lazio Rom), Christophe Spycher (Eintracht Frankfurt) und Stéphane Grichting (Auxerre).

Mittelfeld: Blerim Dzemaili (FC Zürich), David Degen (Basel), Daniel Gygax (Lille), Johann Vogel (Milan), Ricardo Cabanas (Köln), Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen), Johann Djourou (Arsenal), Xavier Margairaz (Zürich) und Raphael Wicky (Hamburger SV).

Angriff: Alex Frei (Rennes), Marco Streller (Köln), Mauro Lustrinelli (Sparta Prag) und Johan Vonlanthen (Breda).

Fakten

So schnitt die Schweiz an Weltmeisterschaften ab:
1934 (Italien): Niederlage gegen die Tschechoslowakei im Viertelfinal (3:2)
1938 (Frankreich): Niederlage gegen Ungarn im Viertelfinal (2:0)
1950 (Brasilien): In der Vorrunde ausgeschieden
1954 (Schweiz): Niederlage gegen Österreich im Viertelfinal (7:5)
1962 (Chile): In der Vorrunde ausgeschieden
1966 (England): In der Vorrunde ausgeschieden
1994 (USA): Niederlage gegen Spanien im Achtelfinal (3:0)

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In Kürze

Erstmals seit 1994 hat sich die Schweiz wieder für eine Fussball-WM qualifiziert.

In einer hart umkämpften Gruppe und zwei Barrage-Spielen setzte sich die Mannschaft von Köbi Kuhn in der Qualifikation gegen Israel, Irland, Zypern, die Färöer und die Türkei durch.

Die Schweiz landete bei den Qualifikationsspielen in ihrer Gruppe auf dem 2. Rang hinter Frankreich, weshalb sie in die Barrage-Spiele gegen die Türkei musste.

Dort qualifizierte sie sich schliesslich mit einem 2:0-Heimsieg und einer 2:4-Auswärts-Niederlage. Der Weg nach Deutschland stand offen.

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