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Die Uhrenindustrie sucht neue Arbeitskräfte

Uhrenmacher - ein hochpräziser Beruf mit Zukunft.

(Keystone Archive)

Die Schweizer Uhrenindustrie will bis zum Jahr 2010 rund 2200 Personen ausbilden. Dies wegen den bevorstehenden Eintritten ins Rentenalter und dank dem Wirtschaftswachstum.

Der Aufschwung betrifft praktisch alle Berufe der Uhrenbranche.

Als Grund für die positive Entwicklung werden in einer am Dienstag in La Chaux-de-Fonds vorgestellten Untersuchung des Arbeitgeberverbandes die steigende Produktion von Uhren im Luxussegment sowie die erfreuliche Wirtschaftslage genannt.

Zwei Drittel der rund 2200 auszubildenden Arbeitskräfte gehen auf das Konto des kräftigen Wirtschaftswachstums, zu einem Drittel müssen Eintritte ins Rentenalter ersetzt werden.

Die Untersuchung des Arbeitgeberverbandes der Uhrenindustrie (CPIH) basiert auf der Befragung von 117 Unternehmen, die rund die Hälfte der insgesamt 41'000 Mitarbeitenden der schweizerischen Uhrenbranche beschäftigen.

Personalmangel vermeiden

Praktisch alle technischen Berufe in der Uhrenindustrie würden von der guten Konjunktur profitieren, vor allem aber brauche es in den nächsten fünf Jahren wieder mehr Uhrmacher, Mikrozeichner und Mikromechaniker.

Bis ins Jahr 2010 könne man einen kräftigen Wachstumsanstieg in der Branche erwarten, dem man mit einem entsprechenden Bildungsangebot nachkommen müsse, sagte François Matile vom CPIH. Es dürfe nicht zu einem Personalmangel kommen.

Werbekampagne zur Imageverbesserung

Die Experten gehen davon aus, dass es in den nächsten vier bis fünf Jahren unter anderem rund 660 neue Uhrmacher, 480 Operateure und 220 Ingenieure oder Techniker brauchen wird, wie Ralph Zürcher, Verantwortlicher für die Berufsbildung beim CPIH, sagte. Zudem brauche es etwa 240 Polierer, 220 Juweliere und Graveure.

Die Uhrenbranche benötige aber auch teil- und unqualifizierte Arbeiter. Damit langfristig genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, will die Uhrenindustrie eine neue Kurzlehre für Uhrenarbeiter schaffen, Erwachsene ausbilden, wenn nötig Spezialisten über das Pensionsalter hinaus beschäftigen und zusätzliche Grenzgänger engagieren.

Zudem plant sie eine Werbekampagne, welche das Image der Berufe in der Uhrenindustrie - zum Beispiel denjenigen des Polierers - verbessern soll.

swissinfo und Agenturen

CHRONOLOGIE

Die neuere Geschichte der Uhrenindustrie lässt sich in 3 Phasen unterteilen:

1949-1970: Die schweizerische Uhrenindustrie zeigt starkes Wachstum. Auf ihrem Höhepunkt (1970) zählt sie 90'000 Beschäftigte in mehr als 1500 Unternehmen.

1971-1974: Periode wirtschaftlicher Konjunktur-Überhitzung und hoher Inflationsrate. Die Gehälter steigen stark, was zur Automatisierung anspornt: Der Personalbestand sinkt um 15%.

1975-1983: Mit der Wirtschaftskrise wird die Hälfte der Arbeitsplätze abgebaut und die Hälfte der Unternehmen schliessen ihre Tore. Die schweizerischen Hersteller leiten einen Automatisierungs-Prozess ein: Die Herstellungskosten gehen zurück, während die Produktivität deutlich zunimmt.

Seit 1984: Der Personalbestand und die Anzahl der Unternehmen sind stabil.

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