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Die Wut der Hausärzte auf Couchepin

Beim nationalen Hausärztestreik haben am Mittwoch rund 15'000 Personen gegen die Senkung der Labortarife protestiert. Gegen 3000 Ärzte, Praxisassistentinnen und Patienten brachten Gesundheitsminister Pascal Couchepin einen Protestbrief nach Bern.

Dieser Inhalt wurde am 01. April 2009 - 17:01 publiziert

Grund für die Empörung der Allgemeinpraktiker ist die auf Mitte Jahr vorgesehene Senkung der Labortarife um 20%.

Im Brief an den Gesundheitsminister werfen die Ärzte Couchepin vor, er betreibe eine Anti-Hausarzt-Politik, die für eine grosse Zahl von Praxen das Aus bedeuten werde.

Die vom Verein Bernischer Hausärztinnen und Hausärzte (VBH) organisierte Kundgebung, die vierte am 1. April seit 2006, zeigte sich entschlossen, die beabsichtigte "Demontage der Hausarztmedizin nicht hinzunehmen", wie Präsident Markus Grossenbacher sagte.

Die Hausärzte kündigten am Mittwoch weitere Massnahmen an. Als erstes wollen sie keine Todesbescheinigungen mehr ausstellen.

Das Vertrauen in Gesundheitsminister Pascal Couchepin sei erschüttert und nur schwer wieder herzustellen, sagte François Héritier, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SGAM). Wie die Berner Hausärzte forderte auch er den Rücktritt Couchepins.

Jean-Marc Crevoisier, Sprecher des Eidg. Departements des Innern (EDI), wollte die Forderungen der Hausärzte bisher nicht kommentieren.

swissinfo und Agenturen

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