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DJ Bobo als Friedens-Botschafter in Belgrad

DJ Bobo während seines Auftritts in Belgrad. Keystone

Ein Friedenskonzert mit DJ Bobo und zwei weiteren Bands hat am Freitagabend in Belgrad Zehntausende von Menschen erfreut. Der Grossanlass der Schweizer Organisation "Open hearts" stand unter dem Motto "Think the future!" - "Denke die Zukunft!".

Dieser Inhalt wurde am 23. September 2001 - 10:59 publiziert

Veranstaltet wurde das vierstündige Konzert an einem symbolträchtigen Ort - auf dem Platz vor dem jugoslawischen Bundesparlament, wo vor fast einem Jahr Massen-Demonstrationen den Sturz des Regimes von Slobodan Milosevic eingeleitet hatten. Nach der politischen Wende soll jetzt der Aufbruch nach Europa erfolgen.

Kultur wichtig wie Politik und Wirtschaft

Vom musikalischen Brückenschlag in Belgrad erhoffen sich die Veranstalter, dass ein "Wir-Gefühl" entsteht. "Wir wollen den Menschen in Jugoslawien zeigen, dass der Westen sie nicht vergessen hat", erklärte Roland Wiederkehr, Zürcher EVP-Nationalrat und Verwaltungsrats-Präsident von "Open hearts".

Allein mit einer politischen und wirtschaftlichen Unterstützung sei es nicht getan. Für den Aufbau einer Zivilgesellschaft brauche es auch eine kulturelle Komponente, sagte Wiederkehr.

Geschenk an die Jugend

Das Friedenskonzert unter dem Motto "Think the future!" wollte insbesondere der Jugend die Botschaft vermitteln, dass sich eine Zukunft ohne Hass und Gewalt denken lässt und realisierbar ist. "Das ganze Konzert ist ein Geschenk für die Jugend und die junge Demokratie in Serbien", erklärte der deutsche CDU-Abgeordnete und Europapolitiker Friedbert Pflüger.

Deutschland unterstützte das Konzert finanziell, ebenso wie die Schweizer Direktion für Entwicklungs-Zusammenarbeit (DEZA) und die Orthodoxen Christen der Schweiz.

Botschafter DJ Bobo

Als Botschafter für Frieden und Toleranz auf dem Balkan trat der Schweizer Popstar DJ Bobo mit seiner "Planet Colours"-Show auf. DJ Bobo präsentierte eine ganze Reihe von Hits wie "Freedom", "There's a party" oder "What a feeling", welche das vorwiegend jugendliche Publikum zum Teil auch mitsang.

Anfänglich verhalten, gab sich das Publikum zunehmend enthusiastischer. Am Schluss waren viele zufriedene Gesichter und glänzende Augen zu beobachten.

Nach den Terroranschlägen in den USA hatte DJ Bobo vor dem Konzert die Befürchtung gehabt, dass seine Songs, die von der Schönheit des Lebens handeln, zynisch klingen könnten. Dennoch zeigte er sich fest entschlossen, auf die Bühne zu steigen. "Ich möchte den Leuten etwas Normalität zurückgeben", sagte DJ Bobo.

Neben DJ Bobo traten auch Mr. President aus Deutschland sowie Dusko Gojkovic & Goldfingers am Friedenskonzert auf. Dass ein solcher Anlass auf dem symbolträchtigen Platz vor dem Parlamentsgebäude möglich war, sei ein Zeichen der Normalisierung, erklärte der Schweizer Botschafter in Belgrad, Gaudenz B. Ruf.

swissinfo und Vincenzo Capodici (sda)

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