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Doch erhöhtes Leukämierisiko nahe AKWs?

Kinder unter 5 Jahren haben in einem 5-Kilometer-Radius um Atomkraftwerke ein statistisch erhöhtes Risiko, an Leukämie zu erkranken, bestätigt die deutsche Strahlenschutzkommission. Eine Erklärung dafür hat sie nicht.

In der Schweiz läuft im Moment zu diesem Thema eine Untersuchung, Resultate sollen erst 2011 vorliegen.

Für die deutsche Strahlenschutzkommission ist ein kausaler Zusammenhang zwischen Krebserkrankung und Strahlenexposition nicht nachweisbar. Sie ist aber der Ansicht, die so genannte KiKK-Studie über Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken weise eine Reihe methodischer Schwächen auf.

Bei der Ursache für das erhöhte Leukämie-Risiko müsse eine Reihe von Faktoren in Betracht gezogen werden. Genannt wird unter anderem die Belastung der Umgebung mit Herbiziden, Insektiziden oder Pestiziden, eine Schwächung oder Überreaktion des Immunsystems durch Impfungen oder Infekte sowie die genetische Veranlagung.

"Was uns fehlt, ist das Grundverständnis, wie Leukämie eigentlich funktioniert", sagt der Vorsitzende der Strahlenschutzkommission Rolf Michel. Er verweist auf Studien in anderen Ländern, die zu widersprechenden Ergebnissen in Bezug auf Leukämiehäufigkeit gekommen seien.

Ausserdem erachtet die deutsche Strahlenschutzkommission den kausalen Zusammenhang für unwahrscheinlich, weil durch Atomkraftwerke verursachte Strahlung um mehr als das Tausendfache geringer als Strahlendosen sei, welche die beobachteten Leukämie-Erkrankungen auslösen könnten.

Ausserdem liege die natürliche Strahlung im Untersuchungsgebiet um mehrere Zehnerpotenzen höher als die durch das Atomkraftwerk verursachte zusätzliche Strahlung.

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