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Douglas steigert Jahresumsatz - Deutsche Verbraucher bleiben treu (AF)

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 10:50 publiziert

HAGEN (awp international) - Die deutschen Verbraucher haben dem Handelskonzern Douglas in der grössten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten die Treue gehalten. Vor allem bei Büchern und Schmuck wurde kräftig zugelangt. Auch Kosmetik und Düfte standen hoch im Kurs, obgleich die Douglas-Parfümerien vor allem dank neuer Filialen Umsatz gewinnen konnten.
Auf Basis vorläufiger Zahlen wies die Douglas-Gruppe für das Ende September ausgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 einen Konzernumsatz von 3,2 Milliarden Euro aus und damit 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. "Damit haben wir unser Umsatzziel knapp erreicht", sagte Douglas-Chef Henning Kreke am Donnerstag laut Mitteilung. "Vor dem Hintergrund der derzeitigen Rahmenbedingungen sind wir damit nicht unzufrieden." Auch die Börse begrüsste die Zahlen. Die meisten Analysten hatten mit einer Umsatzgrösse in dieser Grössenordnung gerechnet. Die im MDax notierte Aktie gewann am Vormittag 0,70 Prozent auf 31,56 Euro. Darüber hinaus bestätigte Douglas seine Ergebnisprognose, was den Kurs ebenfalls stützte.
Die Douglas-Gruppe, zu der neben den gleichnamigen Parfümerien, die Buchgruppe Thalia, die Christ-Juweliergeschäfte, die AppelrathCüpper-Modehäuser und die Süsswarenkette Hussel gehören, rechnet weiterhin mit einem Rückgang beim operativen Ergebnis vor Steuern auf 120 bis 130 Millionen Euro (Vorjahr: 147,1). Ausgeklammert sind dabei Sondereffekte in Höhe von 20 bis 30 Millionen Euro für die Schliessung unrentabler Parfümerien im Ausland und die Restrukturierung der Modehäuser. Letztere verbuchten 2008/09 einen zweistelligen Umsatzrückgang. Der Konzern versucht derzeit mit neuen Konzepten das Bieder-Image von AppelratCüpper loszuwerden und junge Kundschaft zu gewinnen.
Am meisten hadern die Hagenern derzeit aber mit dem Auslandsgeschäft. Schwach laufen die Geschäfte im Baltikum und Ungarn, insbesondere aber in dem vom Platzen der Immobilienblase getroffenen Spanien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Konzern dort nur noch durch Neueröffnungen wachsen. Auf gleicher Fläche verbuchte das Ausland im vergangenen Jahr ein Minus von zwei Prozent. Das Inland kam verhältnismässig gut weg und zeigte ein Minus von 0,5 Prozent.
Vorstandschef Kreke hatte sich zuletzt sehr froh darüber gezeigt, dass der Konzern in der Vergangenheit nicht noch stärker ins Ausland expandiert hat und Deutschland weiterhin mit Abstand der grösste Markt ist. Früheren Angaben zufolge sollen die Deutschland-Umsätze im kommenden Jahr auf gleicher Fläche wieder ein leichtes Plus aufweisen. Dafür muss aber das bevorstehende Weihnachtsgeschäft von Einbrüchen verschont bleiben. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist die Konsumstimmung in den letzten Monaten kontinuierlich gewachsen. Immer mehr Deutsche glaubten, dass in der Wirtschaftskrise das Schlimmste überstanden ist./she/ep/wiz

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