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(Meldung durchgehend ergänzt)
Basel (awp) - Die Dufry-Gruppe hat im ersten Quartal 2011 aufgrund der Frankenstärke einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Währungsbereinigt resultierte jedoch ein deutliches Umsatzplus. Auch konnten sowohl die Profitabilität als auch der Reingewinn gesteigert werden. Zudem ist die Gruppe trotz mehrerer negativer Effekte weiterhin organisch gewachsen. Für die Zukunft erwartet die Gruppe weiteres Wachstum.
Im ersten Quartal 2011 wurde ein um 2,3% verringerter Umsatz von 571,6 Mio CHF erzielt. Zu konstanten Wechselkursen habe der Umsatz bei 641,0 Mio CHF gelegen, was einer Steigerung von 9,6% entsprochen hätte, teilte der Reisedetailhändler am Dienstag mit. Das organische Wachstum habe bei 7,4% gelegen.
Der Bruttogewinn verringerte sich leicht um 0,5% auf 329,5 Mio CHF. Damit hat Dufry eine Bruttogewinn-Marge von 57,6% (56,6)% erreicht. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA stieg hingegen um 2,9% auf 66,7 Mio CHF. Dies entsprach einer EBITDA-Marge von 11,7 (11,1)%. Bereinigt um Wechselkurseinflüsse lag der EBITDA bei 75,9 Mio CHF (+17%). Unterm Strich lag der Reingewinn nach Minderheiten bei 16,7 Mio CHF (+98%).
Mit den vorgelegten Zahlen hat Dufry die Erwartungen der Analysten getroffen bis leicht übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 570,0 Mio CHF, einem Bruttogewinn von 329,0 Mio CHF, einem EBITDA von 64,6 Mio CHF und einem Reingewinn nach Minderheiten von 15,8 Mio CHF gerechnet.
Die Berichtsperiode sei von mehreren negativen Effekten beeinflusst worden, heisst es weiter. Vor allem die Schneestürme in den USA, die politischen Unruhen in Nordafrika sowie der Bankrott der Fluggesellschaft Mexicana hätten den Geschäftsverlauf negativ beeinflusst. Ohne diese Effekte hätte das organische Wachstum 10,9% betragen. Negativen Einfluss hatte zudem die angespannte Währungssituation. Durch die weiter anhaltende Frankenstärke habe ein negativer Umrechnungseffet auf Stufe Umsatz von 11,8% resultiert.
Die Profitabilitätssteigerungen sind vornehmlich den beiden Initiativen "Dufry plus one" und "One Dufry" zu verdanken. Die beiden Initiativen, welche 2010 gestartet worden waren und noch bis 2013 laufen hätten sich bisher nach Plan entwickelt.
Nach Regionen erzielte Dufry in Europa ein Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen von 9,5%. Das Wachstum sei vor allem durch höhere Umsätze im Italiengeschäft sowie der Expansion in Pinte-à-Pitre zustande gekommen.
Das stärkste Wachstum erzielte die Gruppe in der Region Südamerika mit 29,2%, begünstigt durch stark wachsende Passasgierzahlen und durch Verkaufsinitiativen Dufrys. Ebenfalls gewachsen ist die Region Nordamerika (+7,1%). Dies ist vor allem bemerkenswert, da durch die Schneestürme Anfang Jahr mehr als 20'000 Flüge gestrichen worden waren. Auch hier sei es zu einem starken Wachstum der Passagierzahlen gekommen.
In Afrika resultiere ein Umsatzrückgang von 9,5%. Vor allem die Geschäfte in Ägypten und Tunesien seien von den Unruhen belastet worden. Gleichzeitig sei jedoch der Umsatz in Marokko zweistellig gewachsen, was den Umsatzrückgang der Region etwas gebremst habe. Auch Eurasien (-3,3%) sei von den Unruhen betroffen gewesen, wo an den russischen Flughäfen Domodedovo und Sherenetyevo die meisten Flüge nach Ägypten und Tunesien gestrichen worden waren. Zentralamerika und die Karibik (-1,3%) wurde belastet durch den Konkurs der Mexicana, einer der zwei wichtigsten Fluggesellschaften der Region.
Der Ausblick bleibt grundsätzlich positiv. Der Konzern erwartet auch weiterhin ein weltweites Passagierwachstum von 4-5% und will organisch über diesem Wachstum liegen. Man werde weiterhin versuchen, von diesem positiven Trend zu profitieren und sowohl organisch als auch durch Akquisitionen zu wachsen.
dl/ps

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