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Dunkle Wolken über dem Bau

Die Perspektiven des Baugewerbes verdüstern sich wieder.

(Keystone)

Die schweizerische Bauindustrie befindet sich nach einem Zwischenhoch wieder in einer stagnierenden bis rückläufigen Phase.

Obwohl per Ende 2001 die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe eine Zunahme um 2,3% aufgewiesen hätten, bleibe unter dem Strich ein Minus, weil die Kostenteuerung schätzungsweise 4% betragen habe. Zu diesem Resultat gelangt die Gruppe der Schweizerischen Bauindustrie (SBI) in ihrem am Freitag veröffentlichten Jahresberichts.

Wenig rosige Aussichten

"Obwohl die Auftragsbestände im schweizerischen Bauhauptgewerbe aufgrund der NEAT-Aufträge rein optisch stolze Zahlen aufweisen, verharrt das Bauvolumen auf tiefem Niveau", schreibt Beat Büchler von der SBI-Geschäftsstelle im Begleitschreiben zum Jahresbericht.

Und: "Dementsprechend gedrückt ist auch das Preisniveau. Deshalb beurteilen wir die kurz- bis mittelfristigen Aussichten im Bau insgesamt als gedämpft."

Im laufenden Jahr ist gemäss SBI mit einer deutlichen Abschwächung der Bautätigkeit zu rechnen. Diese Einschätzung werde durch mehrere Umfragen bei den Unternehmen bestätigt.

Ohne NEAT ein Minus von 16%

Im Tiefbau ist gemäss SBI der Auftragseingang wegen der Vergabe mehrerer grosser, mehrjähriger Baulose für die NEAT am Gotthard von insgesamt 3 Mrd. Franken um 5,4% höher. Ohne diese Grossaufträge hätte der Auftragseingang im Tiefbau ein Minus von 16% ausgewiesen.

Obwohl die NEAT- Grossbaustellen stabilisierend wirkten, sei im übrigen Tiefbausektor angesichts der weiter gehenden Sparanstrengungen der öffentlichen Hand auch künftig mit einer sinkenden Entwicklung zu rechnen.

Auch bei der Beurteilung der Aussichten für den Hochbau - den bedeutendsten Bereich der Bauwirtschaft - gebe es keinerlei Veranlassung zu Optimismus, schreibt SBI-Präsident Fritz Haldimann.

Wo bleiben die Jungen?

Sorgen bereitet dem Verband auch der Nachwuchs. Dies gelte sowohl auf dem Niveau der Lehrlinge als auch auf der Ebene der technischen Berufe im Baubereich.

Es sei der SBI deshalb ein echtes Anliegen, in diesem Bereich verstärkt aktiv zu werden. Ein äusseres Zeichen dafür sei beispielsweise das Engagement der SBI in der Weiterbildung von Projektleitern.

In der SBI sind insgesamt sechs grosse Baukonzerne - Batigroup, Brunner Erben, Frutiger, Murer, Prader und Zschokke - organisiert. Zusammen erwirtschafteten sie letztes Jahr mit 8900 Angestellten einen Umsatz von 3,38 Mrd. Franken.

swissinfo und Agenturen


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