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EADS-Rüstungssparte Cassidian prüft Anmeldung von Kurzarbeit

HAMBURG (awp international) - Die EADS-Rüstungssparte Cassidian bereitet sich an ihrem grössten Standort in Deutschland auf Kurzarbeit vor. Derzeit werde gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Bundesagentur für Arbeit die Einführung von Kurzarbeit für das Werk Manching bei Ingolstadt geprüft, sagte eine Cassidian-Sprecherin am Montag und bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland". Über den Umfang und die betroffenen Bereiche machte sie keine Angaben. Der "FTD" zufolge könnte es sich um etwa 400 der 5.000 Beschäftigten in der Flugzeugwartung und Instandsetzung handeln.
Hintergrund der geringen Auslastung des Werks sind die Kürzungen in den staatlichen Verteidigungshaushalten in Europa. Wegen des schrumpfenden Rüstungsmarkt auf seinem Heimatkontinent hat der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS bereits einen Umbau seines Geschäfts eingeleitet.
So sollen von den etwa 6.000 Beschäftigten in der Verwaltung etwa 15 Prozent oder 900 Stellen gestrichen werden. Gleichzeitig sollen 300 Stellen in Wachstumsregionen wie Asien und Südamerika aufgebaut werden. Durch den Umbau will die Sparte, die 2010 etwa 5,9 Milliarden Euro umsetzte, ihre Kosten um 400 Millionen Euro senken.
Cassidian wartet in Manching Kampfjets des Typs Tornado, Eurofighter und das Transportflugzeug Transall der Luftwaffe. Bislang gibt es erst am Cassidian-Standort Immenstaad am Bodensee für 130 Beschäftigte Kurzarbeit.
Der Triebwerkhersteller MTU plant nach eigenen Angaben hingegen keine Kurzarbeit in seiner Militärsparte. Das starke Anziehen des Zivilgeschäfts gleiche den Rückgang im Geschäft mit militärischen Antrieben aus, hiess es./stw/jkr/tw

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