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Ebner möchte Einheitsaktie und mehr Einfluss bei Roche und CS Group

BZ-Bankier Martin Ebner (Bild) wünscht für das Pharmaunternehmen Roche als Grossaktionär eine Einheitsaktie. Zudem möchte er seinen Einfluss in den Verwaltungsräten der CS Group und der Roche geltend machen.

Dieser Inhalt wurde am 04. Februar 2000 - 08:28 publiziert

BZ-Bankier Martin Ebner (Bild) wünscht für das Pharmaunternehmen Roche als Grossaktionär eine Einheitsaktie. Zudem möchte er seinen Einfluss in den Verwaltungsräten der CS Group und der Roche geltend machen.

"Wir prüfen den Vorschlag, bei Roche eine Einheitsaktie einzuführen", sagte Martin Ebner am Donnerstag (03.02.) in Pfäffikon vor den Medien noch eher zaghaft. Am Freitag will er Roche über seinen Vorschlag orientieren. Damit wird Ebner mindestens so viel Staub aufwirbeln wie vor sechs Jahren bei der alten UBS.

Was Ebner nicht gefällt, ist die derzeitige Kapitalstruktur des Pharmakonzerns, welche in Inhaberaktien und Genussscheine aufgegliedert ist. Dabei haben die Genussscheine keinerlei Stimmrecht. Die Mehrheit der stimmrechtsverbundenen Aktien liegen bei den Familien Hoffmann und Oeri-Hoffmann.

Mehr Flexibilität angestrebt

Er gehe davon aus, dass er mit seiner Gruppe bei Roche derzeit der grösste Einzelaktionär sei, sagte Ebner. Dadurch fühlt Ebner sich legitimiert, mit dem Vorschlag einer Einheitsaktie - welche mehr Freiheiten gewähren würde - an die Familien heranzutreten.

Der Strukturwandel in der Pharmabranche schreite voran, argumentierte Ebner. Eine neue Kapitalstruktur sei für das Unternehmen von Vorteil, man müsse das Unternehmen fiter machen.

Dass es Ebner mit der Einheitsaktie ernst meint, hat er bereits bewiesen: Weil damit zu rechnen ist, dass der Vorschlag sich auf die Aktienkurse niederschlagen könnte, hat die BZ Gruppe Holding Aktien zurückgekauft und damit die Kapitalisierung seiner Beteiligungsgesellschaft Pharma Vision von 3'770 Mio. Franken auf 2'656 Mio. Franken reduziert.

Auch auf Verwaltungsratsebene will Ebner als Grossaktionär vermehrt Einfluss nahmen. Und zwar bei Roche und bei der CS Group. Er schlage sich zuhanden der Generalversammlungen bei beiden Konzernen als Verwaltungsrat vor. Die Gremien seien bereits orientiert und man wolle das Vorhaben nun diskutieren.

SRI und Agenturen

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