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PEKING (awp international) - Wirtschaftskrise adé: Chinas Aussenhandel ist im vergangenen Jahr unerwartet stark gestiegen. Die Importe legten 2010 kräftig um 38,7 Prozent auf 1,39 Billionen US-Dollar zu, auch die Exporte zogen um 31,3 Prozent auf 1,58 Billionen Dollar steil an, wie die Zollverwaltung am Montag in Peking berichtete. Damit werden die Chinesen den Titel des "Exportweltmeisters" sicher verteidigen, den Deutschland im Krisenjahr 2009 verlor.
Zum Vergleich: Deutschland exportierte in den ersten elf Monaten Waren im Wert von rund 878 Milliarden Euro - bei einem zugrunde gelegten durchschnittlichen Euro-Kurs von 1,33 Dollar entspricht dies knapp 1,17 Billionen Dollar. Selbst mit einem starkem Dezember ist das Reich der Mitte damit nicht mehr einzuholen. Auch bei den Steigerungsraten können die deutschen Firmen nicht mithalten: Im Vergleich zu den ersten elf Monaten 2009 (736 Mrd Euro) stiegen die deutschen Exporte bis November 2010 um 19,3 Prozent.
Der chinesische Handelsüberschuss - der Saldo aus Aus- und Einführen - fiel allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent auf 183 Milliarden Dollar. Eine Woche vor dem Besuch von Staats- und Parteichef Hu Jintao in Washington stärkt der spürbare Rückgang des Überschusses die chinesische Position im Streit mit den USA über ihr grosses Handelsdefizit mit China.
Grösster Handelspartner der Chinesen bleibt mit Abstand die Europäische Union. Im vergangenen Jahr erreichten die chinesischen Exporte in die EU 311 Milliarden Dollar. Allein 68 Milliarden Dollar davon entfielen chinesischen Daten zufolge auf Deutschland. Allerdings liegt die Bundesrepublik demnach im Handel mit dem Reich der Mitte im Plus, da im Gegenzug Waren im Wert von über 74 Milliarden Dollar nach China gingen.
Der Aussenhandel habe sich "besser als erwartet" entwickelt, zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua den chinesischen Wirtschaftsforscher Li Jian. Die Erholung der weltweiten Nachfrage, die Bemühungen der chinesischen Regierung zur Förderung der Ausfuhren sowie die niedrige Vergleichsgrundlage im Krisenjahr 2009 erklärten das starke Wachstum, sagte der Experte.
Die USA werfen China vor, mit einem künstlich niedrig bewerteten Wechselkurs ihrer Währung seine Ausfuhren wettbewerbsfähiger zu machen. Der Handelsüberschuss fiel im Dezember aber überraschend stark von 22,9 Milliarden US-Dollar im Vormonat auf 13,08 Milliarden US-Dollar. Im ganzen Jahr ging der Überschuss auf 6,2 Prozent des gesamten Aussenhandelsvolumens von 2,97 Billionen Dollar zurück - nach 8,9 Prozent im Vorjahr und 11,6 Prozent 2008.
Die Zollverwaltung wertete die Zahlen als Hinweis, dass sich der chinesische Handel "auf eine ausgeglichene Struktur zubewegt". Allerdings haben vor allem steigende Rohstoffpreise den Wert der Importe steigen lassen, wie Analysten hervorhoben.
Deutschland hatte nach einem drastischen Einbruch der Ausfuhren im Krisenjahr 2009 den Titel des "Exportweltmeisters" an China verloren. Wegen der weltweiten Absatzflaute brachen die Ausfuhren im Gesamtjahr um 18,4 Prozent auf einen Wert von 803,2 Milliarden Euro ein. Das war der stärkste Rückgang seit 1950./hgo/lw/DP/alg

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