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ECONOMICS/DE: Bauwirtschaft mit Umsatzminus trotz staatlicher Hilfen

Dieser Inhalt wurde am 08. Dezember 2009 - 15:00 publiziert

BERLIN (awp international) - Die deutsche Bauwirtschaft erwartet trotz milliardenschwerer staatlicher Hilfen in diesem Jahr ein Umsatzminus von fast fünf Prozent. Die Konjunkturprogramme wirkten sich zwar positiv auf den öffentlichen Bau aus. Dessen Entwicklung werde aber die Konjunktureinbrüche beim Wohnungs- und Wirtschaftsbau nicht ausgleichen können, teilte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe am Dienstag mit. Insgesamt dürfte ein Umsatz von 81,6 Milliarden Euro erreicht werden. Die Zahl der Beschäftigten werde nach Septemberstand im Schnitt um 16.000 auf 689.000 sinken, insgesamt ist mit durchschnittlich 685.000 Beschäftigten zu rechnen (minus 2,9 Prozent).
SCHWARZE UMSATZNULL ERWARTET
Bei den Umsätzen erwartet der Verband für 2010 eine schwarze Null oder sogar ein leichtes Wachstum. Die Zahl der Mitarbeiter könnte nur leicht rückläufig sein. Verbandspräsident Hans-Hartwig Loewenstein rechnet damit, dass ein Grossteil der Konjunkturpakete für den öffentlichen Bau erst im kommenden Jahr "umsatzwirksam" werden.
Der Wohnungsbau werde 2009 die umsatzschwächste Bausparte sein. Bis September lagen die Umsätze hier bei 17 Milliarden Euro und damit um fast neun Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge gingen um drei Prozent zurück. Für das gesamte Jahr werde ein Umsatzminus von 5,1 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro erwartet. "Erheblich Federn lassen" musste auch der Wirtschaftsbau. Hier brachen die Aufträge in den ersten neun Monaten um 17,5 Prozent ein. Die Umsätze gingen um 11 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro zurück und lagen damit auf dem Niveau von 2007. Für das Gesamtjahr werde ein Minus von 12,1 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro erwartet. Zu berücksichtigen sei dabei allerdings, dass im vergangenen Jahr noch ein Umsatzplus von 10 Prozent erzielt wurde.
ÖFFENTLICHER BAU
Im öffentlichen Bau werde 2009 hingegen mit einem Anstieg der Umsätze um 5,4 Prozent auf 27,2 Milliarden Euro gerechnet. Per September lagen die Auftragseingänge hier um 2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dabei zeigte sich der Tiefbau mit plus 3 Prozent in besserer Form als der Hochbau mit minus 3 Prozent. In den ersten neun Monaten wurde zunächst nur ein leichtes Umsatzplus von 0,6 Prozent auf gut 18 Milliarden Euro erzielt. Grund dafür sei, dass die Konjunkturprogramm am Anfang erst zögerlich und in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich umgesetzt wurden. So stiegen die Umsätze nach erheblichen Einbrüchen in den Wintermonaten erst im Sommer kontinuierlich an./ml/DP/jha

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