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ECONOMICS/DE: DIW erhöht Prognose für 2011 deutlich - Abschwächung 2012

BERLIN (awp international) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland in diesem Jahr deutlich erhöht. Nach einem Rekordwachstum von 3,6 Prozent im vergangenen Jahr rechnet das Institut für das laufende Jahr mit einem Wachstum um 2,7 Prozent, wie das DIW am Dienstag in Berlin mitteilte. Im Herbst waren die Forscher noch von plus 2,0 Prozent ausgegangen. Damit würde die deutsche Wirtschaft auch 2011 deutlich stärker wachsen als die meisten anderen Euro-Länder.
Im kommenden Jahr erwarten die Forscher jedoch eine spürbare Abschwächung des Wachstums auf 1,4 Prozent. "Der Aufschwung büsst zwar an Schwung ein, steht aber auf einer soliden Grundlage", sagte DIW-Experte Ferdinand Fichtner. Dabei trage die inländische Nachfrage immer stärker zum Wachstum bei. So dürfte sich die Investitionstätigkeit der Unternehmen angesichts des immer noch günstigen Zinsumfeldes sehr dynamisch entwickeln. Dank der guten Arbeitsmarktlage werde aber auch der Konsum zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Das Preisklima dürfte unterdessen angespannt bleiben. Nachdem die Inflationsrate wegen hoher Energie- und Rohstoffpreise zuletzt über zwei Prozent gestiegen war, rechnet das DIW auf im Jahresdurchschnitt 2011 und 2012 mit Raten von über zwei Prozent. Die Inflationsrisiken aus den Lohnverhandlungen seien indes gering. "Die Tarifabschlüsse waren bislang moderat, so dass kein relevanter Preisdruck auf der Lohnseite entstanden ist." Eine Lohn-Preis-Spirale, auf die insbesondere die Europäische Zentralbank (EZB) mit Argusaugen blickt, sei damit bislang nicht in Sicht. Für 2012 sei dieses Risiko jedoch grösser./bgf/jsl

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