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WIESBADEN (awp international) - Die boomende deutsche Exportwirtschaft hat im Januar eine Verschnaufpause eingelegt. Die Ausfuhren sanken gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Auf Jahressicht beschert der Wirtschaftsaufschwung Deutschlands Exporteuren aber weiterhin glänzende Geschäfte. Insgesamt wurden zum Jahresauftakt Waren im Gesamtwert von 78,5 Milliarden Euro ausgeführt - ein sattes Plus von 24,2 Prozent zum Vorjahresmonat.
Die Importe nach Deutschland summierten sich im Januar 2011 auf einen Wert von 68,4 Milliarden Euro. Das waren 24,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 2,3 Prozent mehr als im Dezember 2010. Dieser kräftige Anstieg sei vermutlich auch auf die höheren Energiepreise zurückzuführen, erklärte Commerzbank-Analystin Ulrike Rondorf: "Die Rohölimporte sind im Januar deutlich teurer geworden."
Die Aussenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 10,1 Milliarden Euro nach 8,1 Milliarden Euro im Januar 2010. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss bei 11,8 Milliarden Euro.
Trotz der kleinen Delle im Monatsvergleich sehen Experten den deutschen Aussenhandel weiter als wichtigsten Wachstumstreiber der Gesamtwirtschaft. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte: "Der deutsche Aussenhandel bleibt auf Erfolgskurs. Das Auslandsgeschäft ist weiterhin eine Stütze des Aufschwungs in Deutschland und unsere gestiegenen Importe sorgen auch für Wachstum bei unseren europäischen Nachbarn." Die Zahlen zeigten, dass der Aufschwung auf einem immer stabileren Fundament stehe.
Auch Rondorf ist überzeugt: "Die volatilen Monatszahlen ändern nichts daran, dass die Nachfrage nach deutschen Produkten weiterhin hoch ist und die Exporte zusammen mit den Ausrüstungsinvestitionen die wichtigsten Treiber des deutschen Aufschwungs sind." Insbesondere der Erfolg der Produkte "Made in Germany" in Asien trage zum Exportboom bei: "Für den grössten Teil des Anstiegs ist trotz Schuldenkrise und schwachen Wachstums jedoch der Euroraum verantwortlich."
Nach Berechnungen der UniCredit war China erstmals ein wichtigerer Absatzmarkt für deutsche Produkte als die USA. Der langjährige Trend in diese Richtung habe sich nach dem Kollaps der Lehman Brothers im Herbst 2008 beschleunigt, schreibt Experte Andreas Rees: Entsprechend sei China inklusive Hongkong Ende 2010 mit einem Anteil von 6,6 Prozent das drittwichtigste Empfängerland deutscher Exporte gewesen. Spitzenreiter bleibt demnach Frankreich mit einem Anteil von 9,2 Prozent vor den Niederlanden (7,3). In die USA gingen nach den Angaben 6,5 Prozent der Ausfuhren./hqs/ben/DP/bgf

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