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ECONOMICS/DE: Exporteure geben wieder kräftig Gas (AF)

WIESBADEN (awp international) - Nach einer Verschnaufpause zum Jahresanfang hat Deutschlands Exportwirtschaft im Februar wieder kräftig Gas gegeben. Die Ausfuhren legten im Vergleich zum Januar um 2,7 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag anhand vorläufiger, kalender- und saisonbereinigter Zahlen mitteilte.
Mit einem Prozentpunkt mehr fiel das Plus bei den Importen sogar noch deutlicher aus: Die Einfuhren nach Deutschland stiegen um 3,7 Prozent. Im Januar hatten die deutschen Exporte im Monatsvergleich zum Dezember noch 1,0 Prozent eingebüsst. Die Entwicklung im Aussenhandel ist ein wichtiger Anzeiger für die Gesamtwirtschaft.
Nach Auskunft der Statistiker war das Plus zum Vormonat bei den Exporten zuletzt im vergangenen September (+3,0 Prozent) und bei den Importen zuletzt im vergangenen November (+4,1 Prozent) ähnlich hoch.
Im Vergleich zum Vorjahr fallen die Zuwächse noch deutlicher aus: So legten Deutschlands Exporte gegenüber Februar 2010 um 21 Prozent zu, die Importe sogar um 27 Prozent. So kamen Ausfuhren im Gesamtwert von 84 Milliarden Euro zusammen. Analysten der Commerzbank zufolge ist mit diesem Betrag wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Die Einfuhren nach Deutschland summierten sich auf 71,9 Milliarden Euro.
"Die heutigen Zahlen bestätigen, dass die Nachfrage nach deutschen Produkten weiterhin hoch ist. Der Exportboom dürfte im Jahresverlauf weitergehen", schrieben die Commerzbank-Ökonomen. "Dafür spricht, dass die Weltwirtschaft 2011 mit 4,3 Prozent wohl ähnlich stark wachsen wird wie im vergangenen Jahr."
Die Fachleute der Bank gehen davon aus, dass die Exporte auch in diesem Jahr wichtigster Treiber des starken Wachstums bleiben werden. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen dürfte auch ein etwas schwächeres Wachstum in Asien, etwa in China, gut wegstecken.
Die führenden Forschungsinstitute hatten am Donnerstag für das laufende Jahr einen anhaltenden Aufschwung vorausgesagt. Die Ökonomen hoben in ihrem Frühjahrsgutachten ihre Konjunkturprognose deutlich an. Sie erwarten nun eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent. Im Herbst hatten sie nur 2,0 Prozent erwartet.
Die Aussenhandelsbilanz, die Exporte und Importe gegenüberstellt, schloss im Februar mit einem Überschuss von 12,1 Milliarden Euro ab - nach einem Saldo von 12,7 Milliarden Euro im Februar 2010. Kalender- und saisonbereinigt gab es ein Saldo von plus 11,4 Milliarden Euro./loh/DP/bgf

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