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NÜRNBERG (awp international) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will den drohenden Fachkräftemangel in der Bundesrepublik mit einem zehnteiligen Massnahmenbündel bekämpfen. Die Anzahl Qualifizierter innerhalb Deutschlands solle erhöht, die Arbeitszeit verlängert und die Aus- und Weiterbildung verbessert werden, hiess es in einer am Freitag veröffentlichten Internet-Broschüre der BA. Zudem müssten aus dem Ausland qualifizierte Fachkräfte zuwandern und der Arbeitsmarkt transparenter werden. Bis zu 7,1 Millionen zusätzliche Vollzeitstellen könnten auf diese Weise ausgefüllt werden.
Alleine wenn mehr Frauen arbeiteten und diese häufiger Voll- statt Teilzeitstellen besetzten, würden 2025 zwischen 700 000 und 2,1 Millionen Fachkräfte mehr zur Verfügung stehen, hiess es in dem Papier "Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland". Durch eine gesteuerte Zuwanderung könnten bis zu 800 000 Fachkräfte hinzukommen. Eine Anhebung der Wochenarbeitszeit bei Vollzeitstellen auf 44 Stunden brächte den Gegenwert von bis zu 1,1 Millionen Fachkräften.
Auch eine Verbesserung der Bildungspolitik könnte spürbare Auswirkungen haben: Schulabgänger müssten häufiger einen Abschluss schaffen, forderte die Nürnberger Behörde. Wenn zudem die Abbrecherquote bei Ausbildungen und Studiengängen zurückginge, könnten bis zu 1,2 Millionen zusätzliche Fachkräfte zur Verfügung stehen. Menschen über 55 Jahre sollten ebenfalls häufiger arbeiten und noch dazu später in Rente gehen - hier gebe es eine Reserve von bis zu 1,2 Millionen Spezialisten. Weiterbildung, ein transparenter Arbeitsmarkt sowie begleitende Massnahmen bei Steuern und Abgaben vervollständigen die Liste.
Nach Einschätzung der BA besteht dringender Handlungsbedarf: Weil die deutsche Bevölkerung altert und schrumpft, wird sich das Arbeitskräftepotenzial bis 2025 um rund 6,5 Millionen auf etwa 38 Millionen Menschen verringern. Fänden Arbeitgeber nicht die Mitarbeiter, die sie benötigten, würden sie hierzulande weniger investieren und die Wirtschaftsleistung Deutschlands sinken. Beschäftigungschancen für geringer Qualifizierte gingen durch Automatisierung verloren, zudem verzichteten die Unternehmen auf die Markteinführung von Innovationen - ganze Standorte könnten vor dem Aus stehen./eri/DP/jha

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