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MANNHEIM (awp international) - Deutsche Finanzexperten zeigen sich zusehends skeptischer für die konjunkturelle Entwicklung in der grössten Volkswirtschaft der Eurozone. Während die aktuelle Lage in Deutschland immer besser bewertet wird, trüben sich die mittelfristigen Perspektiven immer mehr ein. Dies zeigen die ZEW-Konjunkturerwartungen, die im Juli um 7,5 Punkte auf 21,2 Zähler gesunken sind, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang von 28,7 Punkten im Vormonat auf lediglich 25,1 Zähler gerechnet.
Mit der achten Eintrübung in neun Monaten liegen die Konjunkturerwartungen erstmals seit langem wieder unter ihrem langfristigen Durchschnitt von 27,4 Punkten. Die konjunkturelle Lage hellte sich im Juli demgegenüber weiter und zudem deutlich auf: Der entsprechende Index steigt kräftig um 22,5 Punkte auf 14,6 Punkte. Damit liegt der Teilindex erstmals seit zwei Jahren wieder im positiven Wertebereich.
KONJUNKTUR DÜRFTE ZUM JAHRESWECHSEL DREHEN
Die deutliche Lageverbesserung bei gleichzeitigem Rückgang der Erwartungen signalisiert laut ZEW, dass das Aufwärtspotential der deutschen Wirtschaft bis zum Jahresende weitgehend ausgeschöpft sein dürfte. Ausschlaggebend für die gedämpften Erwartungen dürften die Schuldenkrise und die daraus resultierenden Sparmassnahmen in verschiedenen Ländern sein. Die bessere Lage führen die Forscher hingegen auf starke Zahlen aus der deutschen Industrie zurück.
Ähnlich bewerteten zahlreiche Bankvolkswirte die Umfrageergebnisse: "Die beiden ZEW-Komponenten sind ein klassisches Beispiel für eine bevorstehende Wende der deutschen Konjunktur", heisst es in einer Studie der Grossbank UniCredit. Eine Abschwächung der Konjunktur sei nur eine Frage der Zeit und werde vermutlich um die Jahreswende herum einsetzen. Die aktuelle Verfassung der deutschen Wirtschaft wurde aber überwiegend als sehr gut bezeichnet.
MARKTREAKTION - EURORAUM
An den Märkten wurden die Zahlen trotz der Eintrübung positiv aufgenommen. Händler führten dies auf den starken Anstieg der Lagekomponente zurück. In der Eurozone stellt sich das Stimmungsbild ähnlich wie in Deutschland dar: So sinken die Konjunkturerwartungen für den Währungsraum um 8,1 Punkte auf 10,7 Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage verbessert sich hingegen deutlich um 14,3 Punkte auf minus 26,5 Punkte./bgf/jsl

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