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(Mit weiteren Angaben)
NÜRNBERG (awp international) - Das Konsumklima in Deutschland ist dank der guten Konjunkturlage und der robusten Arbeitsmarktentwicklung auf den höchsten Stand seit drei Jahren geklettert. Das GfK-Konsumklima prognostiziert für Oktober einen Wert von 4,9 Punkten, nach revidiert 4,3 (zunächst 4,1) Punkten im Vormonat. Dies teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Ökonomen hatten hingegen im Durchschnitt nur mit einem Wert von 4,2 Punkten gerechnet.
"Der konjunkturelle Aufschwung mit sinkenden Arbeitslosenzahlen sowie ein moderates Preisklima sorgen im September für eine spürbare Verbesserung der Verbraucherstimmung", erklärt die GfK den Anstieg. Die Konjunktur- und die Einkommenserwartungen steigen im September deutlich an. Auch die Anschaffungsneigung legt auf guten Niveau zu.
"Mit sinkender Arbeitslosigkeit steigt das Vertrauen des Konsumenten", sagte GfK-Vorstandsvorsitzender Klaus Wübbenhorst der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Das Wirtschaftswachstum von voraussichtlich über drei Prozent im laufenden Jahr und die niedrige Inflation unterstützen das positive Umfeld", sagte Wübbenhorst. Zudem gehen die Verbraucher von Lohnerhöhungen aus. Vor den nun anstehenden Tarifgesprächen erwarten die Menschen angesichts der Kombination von sicheren Arbeitsplätzen und einer robusten Konjunkturentwicklung Lohnzuwächse.
Der private Konsum wird nach Einschätzung der GfK im laufenden Jahr auch einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum liefern. "Neben dem Export brauchen wir den Konsum als zusätzliche Stütze, denn immerhin ist er für rund 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich", sagte Wübbenhorst. Der private Verbrauch wird laut GfK um 0,5 Prozent zum Vorjahr wachsen. Zuvor war das Marktforschungsinstitut lediglich von einer Stagnation ausgegangen. "Allerdings bleibt die Dynamik deutlich hinter der des Exports zurück."
"Die zuletzt von der Regierung geplante Gesundheitsreform wird das Konsumklima eher belasten", sagte Wübbenhorst. "Die Reform ist noch nicht zu Ende diskutiert und verstärke so die Unsicherheit." Zudem würde die Erhöhung des Krankenkassenbeitrages den Geldbeutel der Menschen belasten. Die jetzt geplante Anhebung der Regelsätze für das Arbeitslosengeld II um 60 Euro im Jahr werden den privaten Konsum um rund 300 bis 500 Millionen Euro im Jahr stützten. Dies sei allerdings keine entscheidendes Volumen.
/jsl/jkr/bgf

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