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ECONOMICS/DE: Handel mit China lindert Exporteinbruch

Dieser Inhalt wurde am 16. März 2010 - 13:20 publiziert

WIESBADEN (awp international) - Der Handel mit den Boomländern China und Indien hat den Exporteinbruch der deutschen Wirtschaft Ende 2009 etwas abgemildert. Nach einem verheerenden Absturz der Ausfuhren in den ersten drei Quartalen 2009 mit bis zu 24,9 Prozent sanken die Exporte zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahresquartal "nur noch" um 6,4 Prozent auf 216,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Volkswirte erwarten, dass die Exporte im laufenden Jahr wieder anziehen werden.
Auch die Einfuhren gingen im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal weiter zurück. Sie sanken um 12,6 Prozent auf 172,6 Milliarden Euro. Der Handelsüberschuss lag damit bei 44,1 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr erzielte Deutschland im Handel mit den meisten EU-Ländern einen teilweise enormen Handelsüberschuss. Dies hatte die französische Finanzministerin Christine Lagarde am Montag kritisiert. Deutschland verschaffe sich Vorteile auf Kosten anderer.
BRIC-STAATEN
Während der Export in die Länder der Europäischen Union im Schlussquartal um 7,7 Prozent auf 132,1 Milliarden Euro sank, profitierten die deutschen Exporteure von einer regen Nachfrage aus den sogenannten BRIC-Staaten: Die Ausfuhren nach China sprangen gegenüber dem vierten Quartal 2008 um 20,1 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro, nach Indien um 18,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und nach Brasilien um 9,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Allein nach Russland wurde weniger exportiert: Der Wert der ausgeführten Waren sank um 27,3 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.
Deutschland hatte nach einem drastischen Einbruch der Ausfuhren im Krisenjahr 2009 den Titel des Exportweltmeisters an China verloren. Wegen der weltweiten Absatzflaute brachen die Ausfuhren im Gesamtjahr um 18,4 Prozent auf einen Wert von 803,2 Milliarden Euro ein. Das ist der stärkste Rückgang seit 1950./hs/DP/bf

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