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MÜNCHEN (awp international) - Der vielbeachtete ifo-Index zur Lage der deutschen Wirtschaft wird neu berechnet. Die verschiedenen Sektoren der deutschen Wirtschaft werden künftig in dem Index anders gewichtet, teilte das ifo Institut am Donnerstag in München mit. "Das ist eine Anpassung an die aktuelle Wirtschaftsstruktur", sagte Klaus Abberger, der beim ifo Institut für die Erhebung zuständig ist. In den vergangenen Jahrzehnten hatte beispielsweise der Dienstleistungssektor im Vergleich zur Industrie stetig an Bedeutung gewonnen.
Der ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Einmal pro Monat fragt das ifo Institut quer durch Deutschland rund 7000 Firmen nach ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen für die nächsten Monate. Dabei werden die Unternehmen aber nicht einfach gemittelt. Vielmehr werden zunächst die Branchenindizes berechnet, und diese werden dann mit den Anteilen der einzelnen Branchen an der Bruttowertschöpfung gewichtet.
Diese Gewichtung ist nun aktualisiert worden. Dabei hat innerhalb der Industrie, die das Geschäftsklima auch weiterhin dominiert, das Gewicht der Hersteller von Investitionsgütern zugenommen. Zu den befragten Unternehmen gehören kleine Geschäfte ebenso wie grosse Konzerne mit tausenden Beschäftigten. Die Auswahl der befragten Firmen aus allen Branchen passt das ifo Institut regelmässig an.
Zuletzt war der ifo-Index nach Angaben von Abberger im Jahr 2005 neu berechnet worden. Zukünftig ist das Basisjahr des Ifo-Geschäftsklimas nicht mehr das Jahr 2000, sondern das Jahr 2005. Ab nun entspricht also ein Wert von 100 dem durchschnittlichen Geschäftsklima im Jahr 2005. Die aktuelle Anpassung gilt bereits für den Mai-Index, der am kommenden Dienstag (24. Mai) veröffentlicht wird. Damit die Werte vergleichbar sind, hat das ifo-Institut auch die Zeitreihen der vergangenen Jahre auf die neue Berechnung umgestellt. Im Monat April lag der ifo-Index demnach bei 114,2 Punkten statt 110,4 nach alter Berechnung./dwi/DP/jkr

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