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KIEL (awp international) - Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr nach einer weiteren Konjunkturprognose noch stärker wachsen als zunächst erwartet. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,8 Prozent. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse hervor. Im Dezember lag die Prognose noch bei 2,3 Prozent. Die Bundesbank hatte ihre Erwartung in dieser Woche auf 2,5 Prozent erhöht; das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle sogar auf 3,0 Prozent.
Mittlerweile sei die Erholung so weit fortgeschritten, dass die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten wieder normal ausgelastet sind, stellte das IfW am Donnerstag fest. Im nächsten Jahr werde die Wirtschaftsleistung voraussichtlich um 1,6 Prozent zulegen. Das Wachstumstempo sinke, weil die Impulse aus dem Export etwas schwächer würden und auch im Inland einige Faktoren dämpfend wirkten. Dazu zählten eine leichte Eintrübung der monetären Rahmenbedingungen und geringere Gewinnmargen. Die meisten Frühindikatoren deuteten aber darauf hin, "dass die aufwärtsgerichtete konjunkturelle Grundtendenz robust ist".
Positiv bleibt die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: "Mit Arbeitslosenquoten von 7,1 Prozent in diesem Jahr und 6,7 Prozent im nächsten Jahr nähert sich Deutschland der Vollbeschäftigung", analysierten die Kieler Experten. Im Jahresdurchschnitt würden etwas weniger als drei Millionen Menschen ohne Arbeit sein, 2012 noch 2,8 Millionen. Bei den Verbraucherpreisen erwarten sie einen Anstieg um 2,2 Prozent in diesem Jahr und 2,0 Prozent im nächsten.
Die Konjunkturforscher gingen für die Prognose davon aus, dass der Ölpreis im Laufe des Jahres wieder auf das Niveau vor dem Ausbruch der politischen Umwälzungen im arabischen Raum fällt. Sollten die Spannungen länger anhalten oder es gar zu weiteren Preisschocks auf dem Rohölmarkt kommen, könnte dies schnell die Wertschöpfung in Deutschland beeinflussen. Die schwelende Staatsschuldenkrise im Euroraum scheine die Erwartungen der Unternehmen bisher kaum zu beeinträchtigen. Dies dürfte sich ändern, wenn ein hochverschuldetes Land seinen Schuldendienst einstellen sollte. "Dies könnte - da die Politik darauf vermutlich nicht vorbereitet ist - zu Turbulenzen an den Finanzmärkten führen." Gravierende Folgen für die Konjunktur ergäben sich, wenn in der Folge die Zinsen auf breiter Front stiegen.
Im letzten Quartal 2010 hatte sich die gesamtwirtschaftliche Expansion in Deutschland deutlich abgeschwächt. Das Plus fielt laut IfW mit knapp 1,5 Prozent deutlich niedriger aus, als es die Stimmungsindikatoren nahelegten. Hierzu trug der Einbruch auf dem Bau wegen des harten Winters bei: "Ohne den Rückgang der Bauinvestitionen wäre die Wirtschaftsleistung wohl um 0,4 Prozent höher ausgefallen".
Für den Euroraum erwartet das IfW wegen der angespannten Situation der öffentlichen Haushalte infolge der Finanzkrise nur ein Wachstum von 1,7 Prozent in diesem und 1,5 Prozent im nächsten Jahr. Für die Weltproduktion hat das Institut seine Prognose für das laufende Jahr auf 4,3 Prozent erhöht und für 2012 leicht auf 3,9 Prozent gesenkt./wsz/DP/he

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