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BERLIN (awp international) - Die deutsche Industrie hat im November einen unerwarteten Auftragsschub verzeichnet. Im Vergleich zum Vormonat seien die Auftragseingänge preis- und saisonbereinigt ausgesprochen kräftig um 5,2 Prozent gestiegen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin laut vorläufigen Berechnungen mit. Von dpa-AFX befragte Experten hatten im Durchschnitt nur mit einem leichten Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Industrie ein Auftragsplus von 1,6 Prozent verzeichnet. Im Jahresvergleich ergibt sich für November ein bereinigtes Auftragsplus von 20,6 Prozent.
"Die Industrie startet mit guter Auftragslage ins neue Jahr", kommentierte das Ministerium die Daten. Das Auftragsplus im November sei nicht nur auf die Entwicklung bei den Grossaufträgen zurückzuführen. Auch bereinigt um diese nahmen die Auftragseingänge laut Ministerium spürbar weiter zu. Damit zeichne sich ein positives Ergebnis für das Jahresschlussquartal 2010 ab.
Die Entwicklung wurde im November durch einen überdurchschnittlichen Anteil an Grossaufträgen gestützt. Impulse erhielten insbesondere die Hersteller von Investitionsgütern von Kunden ausserhalb der Eurozone. Insgesamt erhöhten sich die Bestellungen aus dem Ausland um 8,2 Prozent und die aus dem Inland um 1,5 Prozent. Während die Hersteller von Investitionsgütern ein Auftragsplus von 9,1 Prozent und die von Vorleistungsgütern von 1,0 Prozent meldeten, verbuchten die Produzenten von Konsumgütern 1,6 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat.
Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Oktober/November im Vergleich zu August/September) kletterten die Auftragseingänge bereinigt um 2,1 Prozent. Die Inlandsnachfrage erhöhten sich in dieser Abgrenzung um 2,8 Prozent, während die Aufträge aus dem Ausland um 1,7 Prozent zunahmen. Auf Jahressicht legten die Bestellungen im Zweimonatsvergleich insgesamt um 19,3 Prozent zu.
/jha/tw

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