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BERLIN (awp international) - Die deutsche Industrie hat im März überraschend einen deutlichen Auftragsrückgang erlitten. Im Monatsvergleich seien die Auftragseingänge bereinigt um 4,0 Prozent gefallen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mit. Von dpa-AFX befragte Experten hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Darüber hinaus wurde der Anstieg im Februar auf 1,9 (alt +2,4%) Prozent nach unten revidiert. Im Jahresvergleich ergibt sich für März bereinigt ein Auftragsplus von 9,7 Prozent. Im Vormonat waren die Aufträge noch um revidierte 19,6 (alt +20,6%) Prozent gestiegen.
Sowohl die Nachfrage aus dem Inland als auch aus dem Ausland fiel niedriger aus als im Vormonat. Die Inlandsnachfrage fiel um 3,5 Prozent und die Auslandsnachfrage um 4,3 Prozent. Die Hersteller von Investitionsgütern meldeten 7,2 Prozent weniger neue Aufträge. Die Auftragseingänge für Konsumgüter gingen leicht um 0,6 Prozent zurück. Die Bestellungen für Vorleistungsgüter erhöhten sich um 0,3 Prozent.
Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums setzt sich der Aufwärtstrend trotz des merklichen Rückgangs fort. Gegenüber den hohen Wachstumsraten während der Aufholphase nach dem Einbruch in der Krise schwäche sich ihre Dynamik "im Zuge einer Normalisierung" allerdings allmählich ab. "Die Perspektiven für die Industrieproduktion bleiben jedoch insgesamt weiterhin günstig", schreibt das Ministerium.
Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber Dezember/Januar nahmen die Auftragseingänge in der Industrie weiter um saisonbereinigt 1,4 Prozent zu. Das Auftragsplus aus dem Inland übertraf im Zweimonatsvergleich mit 2,6 Prozent die Zunahme der Auftragseingänge aus dem Ausland (+0,4%). In den industriellen Hauptgruppen registrierten die Hersteller von Vorleistungsgütern die grössten Auftragszugänge (+2,2%), gefolgt von den Produzenten von Konsumgütern (+1,9%) und den Investitionsgüterherstellern (+0,7%). Im Vergleich zum Vorjahr legten die Industrieaufträge im Zeitraum Februar/März kalenderbereinigt um 14,3 Prozent zu.
Der Eurokurs geriet nach den Daten unter Druck. Er fiel bis auf 1,4825 Dollar zurück, nachdem er zuvor bis auf 1,4899 Dollar gestiegen. Die Anleihenkurse reduzierten ihre Verluste. Die Aktienmärkte reagierten kaum auf die Daten.
jsl/he/stk

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