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ECONOMICS/DE: Institute heben BIP-Prognose an - nur zögerliche Erholung

Dieser Inhalt wurde am 15. Oktober 2009 - 11:10 publiziert

BERLIN (awp international) - Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im kommende Jahr angehoben, erwarten aber weiterhin nur eine zögerliche Erholung. "Aufgrund der immer noch schwachen Expansion der Weltwirtschaft werden die deutschen Exporte lediglich in moderatem Tempo zulegen", heisst es in dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Herbstgutachten. Auch die Inlandsnachfrage dürfte nur "sehr langsam anziehen". Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im kommenden Jahr um 1,2 Prozent wachsen. Im Frühjahrsgutachten waren die Institute noch von einem Rückgang von 0,5 Prozent ausgegangen.
Für das laufende Jahr erwarten die Institute nun einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 5,0 Prozent. Im Frühjahrsgutachten hatten sie noch minus 6,0 Prozent erwartet. Die Konjunktur in Deutschland habe sich im Sommer stabilisiert, wenn auch auf deutlich reduziertem Niveau. Die Stabilisierung sei wesentlich auf die massiven wirtschaftspolitischen Interventionen seit Herbst 2008 zurückzuführen. Zudem mehrten sich die Anzeichen, dass sich die von der weltweiten Rezession besonders getroffene deutsche Exportwirtschaft erhole.
Gestützt habe auch der relativ stabile Arbeitsmarkt, der durch die Kurzarbeiterregelung stabilisiert worden sei. Im kommenden Jahr erwarten die Institute jedoch wieder eine Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote dürfte von 8,0 Prozent im laufenden Jahr auf 9,4 Prozent im Jahr 2010 steigen.
Auch im kommenden Jahr erwarten die Institute nur eine verhaltene Inflationsrate in Deutschland. Diese dürfte von 0,3 Prozent 2009 auf lediglich 0,6 Prozent im kommenden Jahr ansteigen. Die EZB strebt für die Eurozone insgesamt eine Inflationsrate von nahe bei, aber unter zwei Prozent an./js/jha/

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