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BERLIN (awp international) - Der Aufschwung wird sich nach Angaben der Bundesregierung auch im laufenden Jahr im Geldbeutel der Arbeitnehmer auszahlen. Die Bruttolöhne und -gehälter werden 2011 durchschnittlich um nominal 2,1 Prozent steigen, geht nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus dem Jahreswirtschaftsbericht hervor, den Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) an diesem Mittwoch in Berlin vorstellt.
Beim Wirtschaftswachstum wird 2011 ein Plus von bis zu 2,4 Prozent erwartet. Die endgültige Zahl sollte aber erst kurz vor der Veröffentlichung von den Experten der Regierung festgelegt werden. Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6 Prozent gestiegen.
Das deutsche Jobwunder wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Im Jahresschnitt werde die Zahl der Arbeitslosen mit 2,94 Millionen unter der 3-Millionen-Schallmauer liegen, heisst es im Bericht. Die Arbeitslosenquote sinkt von 7,7 auf 7,0 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten soll 2011 um rund 320.000 auf das Rekordniveau von 40,8 Millionen steigen.
In vielen Branchen stehen dank des Wirtschaftsbooms weitere Lohnzuwächse auf dem Programm. Schon 2010 waren die Löhne so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr gestiegen. Dank der guten Arbeitsmarktlage, der moderaten Preisentwicklung und den Entlastungen durch die schwarz-gelbe Koalition rechnet die Regierung damit, dass die Verbraucher auch mehr Geld ausgeben. Für 2011 wird ein deutlicher Anstieg der Konsumausgaben von preisbereinigt 1,6 Prozent erwartet. Im Vorjahr lag das Plus bei 0,5 Prozent.
Deutschland wird in diesem Jahr die Drei-Prozent-Defizitgrenze des EU-Stabilitätspakts wieder einhalten. "Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung ein gesamtstaatliches Defizit von rund 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts", heisst es nach Informationen des "Handelsblatts" in dem Bericht.
2010 hatte Deutschland die Maastrichter Stabilitätsmarke erstmals seit fünf Jahren mit 3,5 Prozent verletzt. 2009 lag die Defizitquote von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen exakt bei 3,0 Prozent. 2007 und 2008 gab es leichte Überschüsse mit Quoten von 0,3 beziehungsweise 0,1 Prozent des BIP.
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) machte im vergangenen Jahr dank des Aufschwungs weniger neue Schulden als geplant. Die Nettokreditaufnahme des Bundes lag bei rund 44 Milliarden Euro. Sie fiel damit deutlich geringer aus als die anfangs veranschlagten 80 Milliarden Euro. Es war immer noch die höchste Nettokreditaufnahme in der bundesdeutschen Geschichte. Künftig schränkt die Schuldenbremse im Grundgesetz die Kreditaufnahme deutlich ein./tb/DP/bgf

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