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MANNHEIM (awp international) - Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im März stärker als erwartet eingetrübt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien um 1,6 Punkte auf 14,1 Zähler gefallen, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten nur mit einer Eintrübung auf 14,8 Punkte gerechnet. Der historische Mittelwert von 26,7 Punkten rückt damit etwas in die Ferne. Der Indikator für die konjunkturelle Lage stieg im März unterdessen geringfügig um 0,2 Punkte auf 85,4 Zähler.
"Die deutsche Wirtschaft befindet sich an sich in einer robusten Verfassung", kommentierte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Die tragischen Ereignisse in Japan könnten jedoch zumindest kurzfristig eine Eintrübung der Konjunkturdynamik zur Folge haben. Wie das ZEW mitteilt, seien die Umfragewerte bis Anfang März deutlich optimistischer als zuletzt gewesen. Neben der Katastrophe in Japan habe auch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen möglicherweise demnächst anzuheben, auf die Stimmung gedrückt.
Der ZEW-Index deutet trotz des Rückgangs laut Postbank auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hin. "Angesichts der oftmals sehr starken Schwankungen des Indikators kann die aktuelle Entwicklung aber eher als Seitwärts- denn als Abwärtsbewegung betrachtet werden", schreiben die Experten in einer Studie. Allerdings sei die Aussagekraft des Indikators wegen der Ereignisse in Japan sehr stark eingeschränkt. "Für die weltwirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten könnte es von zentraler Bedeutung sein, ob die Lage in den japanischen Kernkraftwerken unter Kontrolle gebracht wird oder die Katastrophe in einem Super-GAU eskaliert", betont die Postbank.
Die Helaba führt die Stimmungseintrübung vor allem auf das Zinssignal der Europäischen Zentralbank zurück. "Der Rückgang der Erwartungskomponente dürfte hauptsächlich auf die Ankündigung der EZB zurückzuführen sein, die Leitzinsen im April erhöhen zu wollen", schreiben die Experten in einer Studie. Dagegen seien die negativen Auswirkungen der Katastrophe in Japan in der jüngsten ZEW-Umfrage "womöglich noch gar nicht enthalten". Die Finanzmarktteilnehmer könnten daher in der kommenden Befragung eine weitere Abschwächungen des konjunkturellen Ausblicks zum Ausdruck bringen.
In der Eurozone legten die Konjunkturerwartungen laut ZEW im Gegensatz zu Deutschland zu. Der Indikator stieg um 1,5 Punkte auf 31,0 Zähler. Die Konjunkturlage verbessert sich nur leicht um 0,3 Punkte auf 6,4 Zähler./jha/jkr

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